Schulprogramm

Unsere Schule im Überblick

Hier sollen nur einige Charakteristika unserer Schule aufgeführt werden:

  • hat ca. 500 Kinder, die von ca. 25 Lehrerinnen, 1 Lehrer und 1 Lehramtsanwärterin in 20 Klassen unterrichtet werden. Dabei haben wir FachlehrerInnen für alle Fächer, wodurch Begabungen schnell erkannt und gefördert werden können.
  • ist eine städtische, katholische Grundschule und legt Wert auf religiöse Erziehung. Dabei ist sie aber auch offen für Kinder anderer Religionsgemeinschaften.
  • ist in der Schuleingangsphase weiterhin als Klassenverband organisiert.
  • hat eine engagierte Elternschaft, die neben der aktiven Mitarbeit im Schulalltag (z.B. Lesemütter/-väter, BüchereihelferInnen, Begleitung bei Ausflügen usw.) auch bei der Planung und Organisation aller Schulfeste aktiv Hand anlegt, AGs finanziert und sich an Kosten für Ausflüge und Klassenfahrten für sozial schwache Familien beteiligt.
  • hat einen aktiven Förderverein, der neben der Schulpflegschaft maßgeblich daran beteiligt ist, dass unsere Kinder immer die modernsten Lehr- und Lernmittel zur Verfügung haben.
  • ist eine Prima(r)forscher Schule.
  • ist Kinderrechte-Schule im buddy-Programm.
  • unterstützt die Kreativität der Kinder durch den Umgang mit den verschiedenartigsten Werkmaterialien.
  • fördert das selbstständige Lernen durch Projekt- und Werkstattarbeit.
  • verfügt über ein umfangreiches Materialangebot für die Freie Arbeit und bietet Kindern die Möglichkeit moderne Arbeitsgeräte wie Schneidemaschine, Bindemaschine, CD-Player, Digitalkamera, PC, iPads usw. für ihre Projekte selbstständig zu nutzen.
  • fördert Kinder aller Begabungen. So helfen wir Kindern bei Lernschwierigkeiten, und ermutigen Kinder, die in Teilbereichen schon den Stoff der nächst höheren Klasse bearbeiten können, diese Herausforderung anzunehmen.
  • fördert das friedliche Miteinander im Schulalltag durch das Projekt „Streitschlichtung“.
  • legt Wert auf Verkehrssicherheit. Dazu gehört die enge Zusammenarbeit mit „unserem“ Bezirksbeamten der Polizei, der mit den Schulanfängern den sicheren Weg zur Schule trainiert. Einmal im Jahr findet die Verkehrswoche in allen Klassen statt.
  • ist eine „lesende Schule“. Das Buch hat für uns auch heute noch einen besonderen Stellenwert in der Leseerziehung. In unserer 2007 neu eingerichteten Schülerbücherei können die Kinder sich täglich Bücher ausleihen, Bücher zum Schmökern, Bücher zum Lesen, Bücher um sich Sachinformationen zu beschaffen. Eine Selbstverständlichkeit ist bei uns auch der Vorlesetag. LehrerInnen lesen aus bekannten Kinder- und Jugendbüchern ihren Klassen vor.
  • legt Wert auf die Gesundheitserziehung. Schwerpunkte sind die Zahngesundheit und das gesunde Schulfrühstück. Schwerpunkte, die die Kinder die gesamte Grundschulzeit begleiten.
  • plant alle Vorhaben im jahreszeitlichen Rhythmus. Dazu gehören Laternen- und Buchausstellung, Martinszug, Adventssingen, Nikolaus- und Weihnachtsfeier, Karnevalsfeier, Sport- und / oder Sommerfest, Erntedankfest usw.
  • besucht mit den Kindern außerschulische Lernorte wie Waldschule, Freiluga, Zoo, Odysseum, DLR-SchoolLab, BayKomm, (Bayer Leverkusen), Museen, Betriebe (z.B. Bäckerei) und Behörden (z.B. Polizeiwache/Feuerwache), Zirkus- und Theateraufführungen, Stadtbücherei, Autorenlesungen, usw.
  • nutzt den PC als eines von vielen Arbeitsmitteln im Unterricht. In jeder Klasse steht den Kindern ein Rechner mit altersentsprechender Lernsoftware zum Training oder zur schnellen Recherche zur Verfügung.

Allgemeines

„Lehrerinnen und Lehrer, Eltern, Schülerinnen und Schüler wirken in vertrauensvoller Zusammenarbeit an der Bildungs-  und  Erziehungsarbeit  der Schule mit und fördern dadurch die Eigenverantwortung in der Schule.“ §62 Schulgesetz NRW, 16.8.2009

Für uns ist Elternmitwirkung partnerschaftliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit.  Sie ist gemeinsamer Erziehungsauftrag, um die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder zu stärken und sie zu verantwortungsbewusstem Handeln im schulisch-gesellschaftlichen Bereich zu führen.

Für uns heißt partnerschaftliches Zusammenarbeiten aber auch, dass wir die Mitwirkungsorgane der Schule ernst nehmen. So greifen wir Anregungen von Eltern auf und sprechen Erziehungsmaßnahmen ab.

Wir freuen uns natürlich auch darüber, dass sich unsere Eltern bei Festen, Ausflügen und Klassenfahrten in hohem Maße engagieren.

Wir schätzen das Engagement der Büchereimütter, die die Belange der Bücherei selbstständig mit eigenen Ideen und sehr großem Einsatz regeln.

Die Schulpflegschaft und der Förderverein, die stets im Gespräch mit der Schule sind und durch eigene Ideen das Schulleben bereichern, sind für uns unverzichtbare Größen im Schulalltag.

Schule kann nicht funktionieren, ohne dass alle an Schule Beteiligten sich einbringen und das Vertrauen haben, dass alle zum Wohle der Kinder arbeiten.

Lehrerinnen, Lehrer und Eltern geben den Kindern Verantwortung für ihr Lernen ab und unterstützen sie dabei.  Die Kinder übernehmen entsprechend ihrem Entwicklungsstand und Leistungsvermögen  Verantwortung für ihr Lernen und das Miteinander in der Schule.

Jahrgangsbezogener oder jahrgangsgemischter Unterricht?

Uns ist bewusst, dass das Unterrichten bzw. Lernen in beiden Formen Vor- und Nachteile aufweist.

Wir haben uns aus folgenden Gründen dafür entschieden, die Schüler/innen an unserer Schule in jahrgangsbezogenen Klassen zu unterrichten.

Die Kinder haben in einer festen Bezugsgruppe Zeit zum Aufbau und zur Festigung von Freundschaften. Da die Klassenleitung in der Regel über die 4 Grundschuljahre in einer Hand bleibt, haben die Kinder ebenso eine feste Bezugsperson. Beides bietet in unserer schnelllebigen Zeit mit zunehmender Bindungslosigkeit einen Raum für mehr emotionale Sicherheit. Auch für die Eltern wird die Klassenleitung, die die Lernentwicklung der einzelnen Kinder kontinuierlich über einen längeren Zeitraum begleitet, zum vertrauten Ansprechpartner.

Im jahrgangsbezogenen Unterricht sind entwicklungsspezifische Rituale und Unterrichtsmethoden authentischer (z. B. in der 1. Klasse verstärkter Phasenwechsel, häufigere Bewegungspausen, Schwungübungen, Fingerspiele, Arbeit mit Identifikationsfiguren).

Die Kinder erfahren mehr Ruhe im Tagesablauf, denn ihre Aufmerksamkeitsspanne wird nicht beispielsweise durch organisatorische Abläufe wie beim Unterrichten in jahrgangsgemischten Gruppen überbeansprucht.

Der Unterricht richtet sich zunächst immer an die gesamte Klasse. Durch die Konzentration auf die Inhalte nur einer Stufe kann sich die Lehrperson intensiver der Lerngruppe zuwenden. Denn auch in jahrgangshomogenen Klassen zeigt sich große Heterogenität. Vielfältige Differenzierungsformen kommen zur Anwendung. Neben der Differenzierung im Anforderungsniveau (quantitativ und / oder qualitativ Schulprogramm der KGS Kupfergasse erweiterte bzw. reduzierte Lernangebote), erfolgen weitere Maßnahmen z.B. bezüglich

  • der Art der Darstellung,
  • der Verwendung von Anschauungsmaterial,
  • dem Angebot von Lösungshilfen,
  • der zur Verfügung stehenden Bearbeitungszeit,
  • der Sozialform (Einzel-, Partner-, Gruppenarbeit).

Alle Kinder mit ihren unterschiedlichen Lernausgangslagen sollen durch Lernangebote erreicht werden, die so zu gestalten sind, dass die Arbeit am gemeinsamen Unterrichtsgegenstand auf unterschiedlichem Anspruchsniveau möglich ist.

Trotzdem wird Durchlässigkeit für schneller bzw. langsamer Lernende gewährleistet. Langsamer Lernende können nach eingehender Beratung von Lehrern und Eltern auf Antrag nach Konferenzbeschluss 3 Jahre in der Eingangsstufe verweilen. Schneller Lernende nehmen nach erfolgter Beratung zunächst probeweise am Unterricht der nächst höheren Klassenstufe teil und verbleiben nach Konferenzbeschluss dort, wenn sie erfolgreich mitarbeiten können.

Durch

  • Projektwochen oder –tage,
  • Präsentation von Unterrichtsergebnissen,
  • Aufführungen,
  • Feste und Feiern,
  • gemeinsames Singen im Foyer der Schule (Sankt Martin / Weihnachtszeit),
  • Partnerschaften (Patenschaft der Drittklässler und der Schulneulinge),
  • Sportfeste / Bundesjugendspiele

bieten sich an unserer Schule auch Möglichkeiten zum gemeinsamen Lernen jüngerer und älterer Kinder.

 1. Schulordnung

 

So fühlen wir uns an der KGS Kupfergasse wohl: Die goldenen Regeln

 

Das Miteinander:

Wir sind ehrlich, freundlich und nehmen Rücksicht aufeinander.

Wir vermeiden Streit und versuchen zu schlichten.

 

Unser Schulgebäude:

Wir achten auf Sauberkeit auf dem Flur, in den Klassenräumen und in den Toiletten.

Wir laufen und toben nicht auf den Fluren und im Treppenhaus.

 

Eigentum:

Wir achten das Eigentum der anderen Kinder und das der Schule.

Wir nehmen nichts ohne Erlaubnis weg.

 

Stoppzeichen:

Stopp heißt Stopp.

Wenn jemand etwas tut, das mir nicht gefällt, sage ich Stopp.

Wenn jemand zu mir Stopp sagt, höre ich auf.

 

 

 2. Bestimmungen

 

2.1 Aufenthalt im Schulgebäude

 

2.1.1 Aus Sicherheitsgründen dürfen Eltern und andere Erwachsene das Schulgebäude nur betreten, wenn sie zuvor einen Termin vereinbart haben. Alle anderen Personen, die in der Schule etwas erledigen müssen, melden sich beim Betreten des Foyers beim Hausmeister oder im Sekretariat an.

2.1.2 Kinder halten sich während des Unterrichts in den Klassenräumen auf und verlassen diese nur mit Erlaubnis der Lehrperson. Während der Hofpausen halten die Kinder sich ausschließlich auf dem Schulhof auf.

2.1.3 Das Essen und Trinken ist nur in den Klassen- und OGTS- Räumen erlaubt. Werden Trinkflaschen mit in die Sporthalle genommen, müssen sie im Turnbeutel transportiert werden.

2.1.4 Das Schulgebäude wird nach dem Unterricht bzw. nach Beendigung der Betreuung im Ganztag zügig verlassen.

 

 

2.2 Vor Beginn des Unterrichts

 

2.2.1 Die Aufsicht der Lehrer und Lehrerinnen auf dem Schulhof beginnt um 7.45 Uhr.

2.2.2 Die Kinder dürfen sich ab 7.45 Uhr auf dem Schulhof aufhalten. Für Kinder, die auf dem Schulhof sind, gilt, dass sie sich beim ersten Klingeln um 7.55 Uhr in ihre Klassenräume begeben, so dass der Unterricht pünktlich um 8.00 Uhr beginnen kann.

 

 

2.3. Pausenordnung

 

2.3.1 Während der Pausen sind die Streitschlichter und die Aufsicht führenden Lehrer und Lehrerinnen für alle Kinder da. Wer Hilfe bei Streitigkeiten braucht, geht zunächst zu den SchlichterInnen. Kann der Streit von den Kindern nicht geklärt werden, greifen die Aufsicht führenden Lehrer und Lehrerinnen unterstützend ein.

2.3.2 Ansprechpartner bei Unfällen und kleinen Verletzungen ist immer ein Lehrer oder eine Lehrerin.

 

Diese Schulordnung gründet sich auf den Bestimmungen der „Allgemeinen Schulordnung“, die für alle Schulen in Nordrhein- Westfalten gilt. Wer sie einhält trägt dazu bei, dass wir uns an unserer Schule wohl fühlen. Schüler oder Schülerinnen, die wiederholt gegen die Schulordnung verstoßen, gefährden sich und andere. Deshalb muss die Schule in solchen Fällen die Eltern benachrichtigen und Maßnahmen einleiten, die die Ordnung wiederherstellen.

Die vorliegende Schulordnung wurde heute von der Schulkonferenz unserer Schule einstimmig angenommen. Sie tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft.

 

 

Datum: 27.09.2018

Vorsitzende/r der Schulkonferenz: Anna Klecha, Rektorin

Die Katholische Grundschule ist eine öffentlich-rechtliche Schule und unterliegt der Trägerschaft und der Fürsorgepflicht des Staates.

Als Bekenntnisschule ist sie ein zusätzliches Angebot zur Gemeinschaftsgrundschule: „ln Bekenntnisschulen werden Kinder des katholischen oder des evangelischen Glaubens oder einer anderen Religionsgemeinschaft nach den Grundsätzen des betreffenden Bekenntnisses unterrichtet und erzogen.“ (§20 SchOG)

Wir sind in Erziehung und Unterricht an einem christlich-konfessionellen Weltbild ausgerichtet und haben den gesetzlich legitimierten Auftrag zu einer ganzheitlich- christlichen Erziehung.

Der Bekenntnisschulgedanke beruht auf der Idee religiöser Erziehung und auf der Betonung der erzieherischen Aufgabe der Schule, die gemeinsame Gesinnung und Einheit im Glauben voraussetzt.

Damit richtet sich unsere Schule zunächst einmal an Schülerinnen des katholischen Bekenntnisses.

Aber: Eltern können sich auf Grund der im Grundgesetz garantierten Religionsfreiheit bewusst für uns als Bekenntnisschule entscheiden, auch wenn sie selbst oder ihre Kinder nicht dem katholischen Bekenntnis angehören.

ln diesem Falle müssen die Eltern aber eine Erziehung und Unterrichtung ihres Kindes im Sinne unserer Werte und Erziehungsziele mittragen. Wir erwarten in der Regel auch, dass das Kind am Religionsunterricht teilnimmt.

Welche Werte und Erziehungsziele sind uns nun an der katholischen Grundschule Kupfergasse wichtig?

ln der Präambel des Grundgesetzes sind die Ehrfurcht vor Gott und die Achtung vor der Würde des Menschen als übergeordnete Werte aufgeführt.

Ausgehend von der Würde des Menschen als Geschöpf Gottes sind wir darauf bedacht, den Einzelnen in seinem Selbstwertgefühl zu stärken, eine Haltung der Achtsamkeit gegenüber dem Anderen zu entwickeln und im vertrauensvollen Miteinander das Leben in unserer Schule zu gestalten.

Bei uns bringt sich jeder Einzelne mit seinen Stärken und Schwächen ein ( ICH ) und darf auf Zuwendung vertrauen ( DU ), so dass Gemeinschaft (WIR) wachsen kann.

Grundlage allen Schullebens ist bei uns folglich der vertrauensvolle Umgang aller, die das Leben an unserer Schule mitgestalten.

Der Religionsunterricht leistet aus unserer Sicht einen wesentlichen Beitrag zur grundlegenden Bildung. Viele Werte und Vorstellungen ( z.B. hinsichtlich der Menschenwürde) sind historisch ohne den Einfluss des Christentums gar nicht denkbar und ganze Bereiche (etwa der Kunst) ohne Kenntnis der christlichen und biblischen Tradition nicht einmal zu verstehen.

Wie kein anderes Schulfach greift der Religionsunterricht aber auch existentielle Fragen und Gedanken, die Vorstellungen, Ängste und Hoffnungen der Kinder auf: Wer bin ich? Warum bin ich? Wie entstand die Welt? Warum gibt es Streit? Wie sieht meine Zukunft aus? Ist mit dem Tod alles zu Ende? Wie sieht Gott aus? Gibt es Gott überhaupt?

Im Unterricht bemühen wir uns, Antwortversuche der Menschen heute, Antwort- versuche aus dem Glauben und aus der jüdisch-christlichen Glaubenstradition heraus „glaubwürdig“ vorzustellen.

Unsere Ziele sind dabei,

  • die Kinder in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu stärken,
  • sie zu verantwortlichem Handeln im schulisch-gesellschaftlichen Bereich zu führen,
  • sie letztendlich zu einer persönlichen Glaubensentscheidung zu befähigen und
  • die Toleranz und das Verständnis gegenüber der Entscheidung anderer zu fördern.

 

Die Feste des Kirchenjahres haben für uns einen hohen Stellenwert. Sie werden im Unterricht aufgegriffen und prägen auch unser Schulleben.

Uns ist es wichtig, die feststellbare Sinnentleerung christlicher Feste, die zum selbstverständlichen Bestandteil unserer Kultur geworden sind, anzuhalten bzw. positiv zu wenden.

So gehören gemeinsame Gottesdienste aller Kinder zu Sankt Martin, Nikolaus, vor den Weihnachtsferien, Aschermittwoch (neben den regelmäßigen Gottesdiensten für die Dritt- und Viertklässler) bei uns schon zur Tradition. Wir feiern die Feste des Kirchenjahres aber auch mit unserer Laternen- und Buchausstellung, dem Martins- zug, dem Adventssingen und nicht zuletzt mit unserer Karnevalsfeier, wie uns überhaupt die Pflege des kölschen Brauchtums am Herzen liegt.

Unsere Schule ist eine der vier prima(r)forscher Pilotschulen des Landes NRW. Die Deutsche Telekom Stiftung und die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung haben prima(r)forscher 2007 ins Leben gerufen, um Grundschulen bei der Entwicklung zu naturwissenschaftlichen Bildungsinstitutionen zu unterstützen und ein Qualitätsnetzwerk „aus der Praxis für die Praxis“ zu schaffen.

Als prima(r)forscher Schule haben wir uns verpflichtet, ein naturwissenschaftliches Profil zu entwickeln. Hieran wird seit 2007 gearbeitet. Schwerpunkte der Weiterentwicklung von Unterricht sind die bis dahin weniger vertrauten Fachgebiete Physik, Chemie, Technik und Informatik. Ansonsten unterrichten wir natürlich entsprechend den Richtlinien und Lehrplänen des Landes NRW.

Als fächerübergreifendes Ziel haben wir uns vorgenommen, unsere Lehr- und Lernkultur zu entwickeln, indem wir für die Schüler und Schülerinnen Lernbegleiter sind und sie durch gezielte Impulsfragen unterstützen. Die Kinder lernen eine Vielzahl von verschiedenen Methoden kennen, um so individuell lernen und arbeiten zu können. Um die naturwissenschaftliche Profilierung und die damit verbundene Unterrichtsentwicklung voran zu treiben, haben wir eine Steuergruppe gegründet, die im Zuge der Pilotschulphase durch viele Fortbildungen und Netzwerktreffen fachlich und methodisch fortgebildet wurde. Diese trifft sich in regelmäßigen Abständen und entwirft Meilensteinpläne für die ganze Schule, in denen Unterrichtsvorhaben, Fortbildungen, Forschertage, etc. geplant und zeitlich ins Schuljahr integriert werden.

Damit alle Lehrer, besonders auch fachfremde Kollegen, ihren Klassen qualitativ hochwertigen Sachunterricht anbieten können, nimmt das Kollegium der KGS Kupfergasse regelmäßig an Fortbildungen der Universität Köln (Hr. Dr. Flegel – Didaktik der Chemie) teil. Ebenso besuchen wir Fortbildungen von Fr. Dr. Möller (Universität Münster) zu den bestehenden Klassenkisten und neuen interessanten Themen. Regelmäßig besuchen wir Fortbildungen und Infoveranstaltungen des Odysseums in Köln.

1. Strukturelle Rahmenbedingungen

Seit dem 01.01.2012 ist an der Katholischen Grundschule Kupfergasse über Mittel des Bundes eine Schulsozialarbeiterstelle geschaffen worden. Diese wurde vom Träger des Offenen Ganztages, dem Kolping Bildungswerk, durch eine Diplom Heilpädagogin besetzt. Die Stelle ist auf zwei Jahre befristet.

Nach dem Ratsbeschluss der Stadt Köln vom 13.10.2011, sollen Schulsozialarbeiter u.a. folgende Tätigkeiten wahrnehmen:

  • die Vermittlung von Leistungen aus dem Bildung- und Teilhabepaket
  • Beratung der Eltern, Kindern und Jugendlichen und Anregung zur Antragstellung
  • Akquise von Vereinen und weiteren Partnern und Unterstützungsleistungen
  • den gemeinsamen Unterricht (GU, )Inklusion an den Schulen unterstützen
  • nach einer Bedarfsanalyse für die jeweiligen Bezirke sollte eine Zielgruppenorientierung erfolgen

 

2. Zielsetzung von Schulsozialarbeit

Das Ziel von Schulsozialarbeit ist es insbesondere auch unter einer inklusiven Fragestellung individuelle und gesellschaftliche Benachteiligung durch sozialpädagogische Maßnahmen auszugleichen und somit für mehr Bildung und soziale Gerechtigkeit für alle zu sorgen.

In gegenseitiger Ergänzung wird der eigenständige Erziehungs- und Bildungsauftrag der Schulsozialarbeit mit dem Erziehungs-und Bildungsauftrag der Schule §2 (2) Schulgesetz (SchulG) fortlaufend miteinander abgestimmt und für eine kooperative, ganzheitliche Förderung der Kinder und Jugendlichen genutzt.

Die fachliche Grundlage der Schulsozialarbeit ist das Konzept der Lebensweltorientierung. Der nicht schulische Auftrag von Schulsozialarbeit ermöglicht einen unabhängigen und ganzheitlichen Blick auf schulische wie private Bezugssysteme. Die Verankerung des Jugendhilfeangebots im System Schule ermöglicht eine stützende und fördernde Bindegliedfunktion zwischen den Interessen der Kinder und Jugendlichen, deren Eltern, der Lehrkräfte und den Angeboten von außerschulischen Partnern.

Die Angebote der Schulsozialarbeit werden mit den Kindern und Jugendlichen, mit den Lehrkräften, mit der Schulleitung, mit den Eltern und dem Offenen Ganztag aufeinander abgestimmt. Die gemeinsame Verantwortung für die Schülerinnen und Schüler und der partnerschaftliche respektvolle Umgang miteinander, bilden die Grundlage für eine erfolgreiche Zusammenarbeit von Schule und Jugendhilfe.

Im Rahmen der Institution Schule, die verpflichtenden Charakter hat, sind alle Angebote der Schulsozialarbeit freiwillig. Die Motivationsarbeit zur Teilnahme an Förderangeboten und zur Annahme von Hilfsangeboten, stellt einen wichtigen Aspekt in der beratenden Arbeit mit den Zielgruppen dar.

Wie bei allen Beratungsangeboten der Jugendhilfe werden Informationen, die die pädagogische Fachkraft in Beratungsgesprächen mit Schülern und /oder Eltern erfährt, vertraulich behandelt; es gilt das Gebot der Schweigepflicht gemäß §203 Strafgesetzbuch.

Sollen Informationen zum Nutzen der Schülerinnen und Schüler weitergegeben werden, bedarf es einer ausdrücklichen Zustimmung durch die Betroffenen. Einen Ausnahmefall stellt der dringende Verdacht auf Kindeswohlgefährdung dar.

Es ist ein Ziel in der Beratung von Kindern und Jugendlichen, Vertrauen zu helfenden Personen und Institutionen zu entwickeln und die jungen Menschen für die Inanspruchnahme von Hilfe zu öffnen. Dieser Prozess des Öffnens benötigt Respekt und Zeit.

Im Vordergrund der Arbeit steht, Beziehungen zu knüpfen, um die Schülerinnen und Schüler auf dem Weg zum Erwachsen werden zu unterstützen und sie in ihrer individuellen, sozialen und schulischen Entwicklung zu fördern. Leitend dabei ist der Gedanke, Entwicklungsmöglichkeiten der Kinder zu erweitern, Alltagssituationen zu verbessern, Krisen zu lösen und Zukunftsperspektiven zu schaffen.

Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf folgenden Themen:

  • Abbau sozialer Benachteiligung und individueller Beeinträchtigung
  • Vermeidung und Korrektur negativ verlaufender schulischer wie persönlicher Lebensläufe
  • Chancengleichheit
  • Ausgrenzung und Risiken des Scheiterns entgegenzuwirken
  • Stärken und Neigungen entdecken und entfalten
  • Lebensweltorientierung

 

3. Schulsozialarbeit an der KGS Kupfergasse

Aufgabenbereiche und Themenschwerpunkte an der KGS Kupfergasse

 

3.1. Tagesgeschäft

  • Krisengespräche mit Schülern, Eltern und Lehrern/ spezielle Hilfen im Einzelfall/ psychosoziale Diagnostik
  • Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung nach § 8a
  • Sprechstunden, Beratungsangebot und Weitergabe von Wissen über regionale Beratungsstrukturen und Krisenangebote
  • aufsuchende Elternarbeit
  • Hospitation in den Klassen
  • Krisenintervention in Gruppen in der Zusammenarbeit mit den in der Klasse/ Gruppe tätigen Personen
  • elternstärkende Familienangebote (FuN-Projekt, Familie und Nachbarschaft)
  • kommunikationsförderndes Elterncafé

 

3.1. Prävention

Im Rahmen von Prävention ist das vorrangige Ziel, Krisen zu vermeiden und frühzeitig Unterstützung anzubieten.

Die Stärkung und Förderung sozialer Kompetenzen der Schüler und Schülerinnen im Vorfeld von Krisen und Gefährdungen, wie z.B. Gewalt, Sucht, Delinquenz, Arbeitslosigkeit steht im Mittelpunkt.

  • Angebote zur Vorbeugung und Vermeidung von Lernschwierigkeiten, Lernstörungen und Verhaltensstörungen sowie zu besonderen Begabungen (Heilpädagogische Einzelförderung, Ich-Punkt)
  • Begleiten von Teambildungsprozessen in Klassen z.B. auf Klassenfahrten, Sozialtraining
  • (Klein-) Gruppenangebote (Mädchen AG)
  • Gruppenangebote zur Entwicklung und Förderung von Schlüsselqualifikationen für Familien, FuN (Familie und Nachbarschaft)
  • Niedrigschwellige Angebote, z.B. Elterncafé
  • Streitschlichtung und Mediation in der Zusammenarbeit mit Lehrern und Ganztagsmitarbeitern

 

3.2 Intervention

Intervention findet vor Ort in der Schule als Angebot mit sehr niedriger Hemmschwelle statt.

Eine mit den Lehrkräften und den Betreuern im Offenen Ganztag abgestimmte, aufsuchende unmittelbare Hilfe in Krisensituationen unter Einbezug von außerschulischen, beratenden Diensten und Institutionen beinhaltet:

  • frühzeitige Erkennung und Einwirkung auf negative schulische oder persönliche Entwicklungsverläufe
  • Unterstützung bei der Bewältigung belastender Ereignisse im Umfeld der Schüler und Schülerinnen
  • Beratung mit den Zielen, Einstellungen zu überprüfen, sich neu zu orientieren und Hilfe in Anspruch zu nehmen
  • Deeskalation bei Gewalt und Mobbing an der Schule
  • konsequenter und umgehender Schutz und Hilfe für vernachlässigte, misshandelte und missbrauchte Schüler und Schülerinnen
  • Schutz und Hilfe für z.B. sucht- bzw. suizidgefährdete Schüler und Schülerinnen

 

3.3. Vernetzung

Schulsozialarbeit wirkt kooperierend und vernetzend innerhalb und außerhalb der Schule.

Die Zusammenführung der unterschiedlichen Aufträge, Kompetenzen und Ressourcen ist die eigentliche Chance und der Wert des gemeinsamen Vorgehens von Jugendhilfe und Schule an einem Ort. Als eigenständiges Angebot von Jugendhilfe will Schulsozialarbeit dabei als Ergänzung zur Schulpädagogik in das jeweilige Schulprogramm integriert wirken. Hierzu bedarf es kontinuierlicher Abstimmungsprozesse innerhalb der Schule.

Um das gemeinsame pädagogische und erzieherische Handeln mit den Angeboten der vielfältigen außerschulischen Partner zu ergänzen, ist es ein wesentliches Ziel der Schulsozialarbeit, bei der Initiierung, Planung und Durchführung außerschulischer Kooperation mitzuwirken.

  • Schulsozialarbeit als Teil des Teams (Schule & OGTS)
  • Netzwerkarbeit mit Therapeuten, Jugendhilfe, Schulpsychologischem Dienst, Familienberatungsstellen, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Polizei, Sozialpädiatrischen Zentren, örtlichen themengebundenen Beratungsstellen z.B. bei Missbrauch
  • Organisation von „Runden Tischen“ mit allen prozessrelevanten Personen/ Teilnahme an Hilfeplangesprächen
  • Vernetzung im Sozialraum mit Vereinen und Institutionen zur Förderung von Begabungen
  • Vermittlung von Informationen und Beratung im Hinblick auf Leistungen aus dem Bildungs- u. Teilhabepaket
  • Auf- und Ausbau kommunaler Präventionsketten/ Teilnahme an kommunalen Arbeitsgruppen
  • Zusammenarbeit mit schulischen Integrationshelfern

Der Anfangsunterricht

Wenn die Kinder in die Schule kommen, so ist dies ein großer Tag: Sie werden von Kindergartenkindern zu Schulkindern.

Auf diesen Tag warten viele mit Vorfreude, aber auch mit Ängsten und Unsicherheiten, da die Schule für die zukünftigen Schulkinder meist eine unbekannte Größe ist. Sie kennen „die Schule“ aus Erzählungen ihrer Umwelt und machen sich aufgrund dieser ein Bild von Schule, das sie nicht an der Realität überprüfen können. Daher ist es uns ein Anliegen, die Kooperation mit den Kitas so zu gestalten, dass die Kinder gestärkt werden für die Bewältigung des Übergangs vom Kindergarten in die Grundschule. Durch gemeinsame Projekte von zukünftigen Schulkindern und Schülern lernen die Kinder den Begriff „Schule“ inhaltlich zu füllen und die Schulumgebung kennen. Das partielle Vertraut-machen mit Schule, Unterricht und Bezugspersonen soll dazu führen, dass die Kinder Unsicherheiten und Ängste abbauen und ein realistisches Bild von Schule entwerfen.

Durch das nachstehende Konzept soll die Kooperation und Kommunikation zwischen den Kitas und der KGS Kupfergasse intensiviert werden.

 

 Aufgabenkomplex: Herstellung inhaltlicher Anschlussfähigkeit

Der Schulbeginn ist keine Stunde „Null“. Die Erkenntnis, dass die Kinder bereits Erfahrungen und Wissen in die Schule mitbringen und dass die Schule hinsichtlich

ihrer Zielsetzung und pädagogischen Maßnahmen auf die Lernvoraussetzungen der Kinder eingehen muss, wurde schon vor langer Zeit gewonnen. In der Kita erlangen die Kinder eine Vielzahl ihrer Erfahrungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten, an die die Schule anknüpfen kann. Dies ist aber nur dann möglich, wenn die Schule weiß, wie der Alltag in den Kitas aussieht und wenn sie deren didaktische und methodische Konzepte kennt; kurz gesagt: wenn sie weiß, woran sie anknüpfen kann.

.Im September 2018 wurde eine sozialpädagogische Fachkraft für die Schuleingangsphase eingestellt. Zu ihren Aufgaben gehört  u.a. der Austausch mit den umliegenden Kita`s.. In gemeinsamen Gesprächen werden dann Anknüpfungspunkte herausgearbeitet. Ziel ist  es in  Gesprächsrunden zusammen, die unterschiedlichen Arbeitsschwerpunkte zu besprechen, um allen Kindern  einen gelungenen Übergang zu ermöglichen.

 

 Aufgabenkomplex: Informative Schulvorbereitung für die Kinder

Uns ist es wichtig, dass die Kinder in der Phase des Übergangs begleitet werden, damit sie ein realistisches Bild von Schule entwickeln und Vertrauen in die Schule und ihre Umgebung aufbauen können.

Schon während ihrer Zeit in der Kita wird den zukünftigen Schulkindern die Gelegenheit gegeben, erste „Anker“ in der Schule zu werfen.

Beispielsweise nehmen zukünftige Schulkinder im Mai oder Juni jeweils eine Stunde am Unterricht des 1. und 2. Schuljahres teil. So erhalten die Kinder einen Einblick in die Welt der Schule.

Weitere Möglichkeiten, die zukünftigen Schulkinder schon im Voraus auf die Schule neugierig zu machen und ihnen ein realistisches Bild zu bieten, sind zurzeit in Arbeit.

 

 

 Aufgabenkomplex: gemeinsame Elternarbeit

Natürlich beziehen wir die Eltern als „dritte Instanz“, neben unserer Schule und den Kitas, als Kooperationspartner bei der Gestaltung des Übergangsprozesses mit ein.

Die Eltern sind oftmals unsicher, wie sie ihr Kind unterstützen können. Anhand von zwei Informationsveranstaltungen, die gemeinsam von den Kitas und der KGS Kupfergasse vorbereitet und durchgeführt werden, sollen Fragen der Eltern beantwortet werden Zudem erleben die Eltern so, dass Kita und Schule zusammenarbeiten.

Thema des Informationselternabends ist das von den Kitas und der KGS Kupfergasse entwickelte Schulfähigkeitsprofil. Die Kriterien für die Schulfähigkeit werden hierbei vorgestellt sowie auch die Wege der Kitas, diese Kriterien zu fördern. Zudem erhalten die Eltern Hinweise, wie auch sie ihr Kind auf die Schule vorbereiten können. Bei der Informationsveranstaltung wird den Eltern zudem die Zeit gegeben, ihre Fragen zu stellen, um zu zeigen, dass ihnen zugehört wird und sie ernst genommen werden mit ihren Fragen, Ängsten und Unsicherheiten.

Neben den Informationsabenden werden die Eltern der zukünftigen Schulkinder gemeinsam mit ihren Kindern zu Schulveranstaltungen eingeladen. Hier ist die halbjährlich stattfindende Projektwoche der Schule, zu deren Ende es zumeist eine Ausstellung der Ergebnisse der Kinder gibt, zu nennen. Auch zu Sommerfesten, Basaren oder Ausstellungen der Schule werden die zukünftigen Schulkinder mit ihren Eltern gezielt eingeladen. All dies ermöglicht sowohl den Kindern als auch den Eltern immer wieder, sich ein Bild von der Schule zu machen und an deren Leben schon vor der Einschulung teilnehmen zu können, so dass sie Vertrauen zu dem neuen Lebensbereich entwickeln.

Die Fächer

Gemäß der Richtlinien und des Lehrplans des Landes NRW sehen wir es als wichtigste Aufgabe des Deutschunterrichts an, den Schülern und Schülerinnen eine grundlegende sprachliche Bildung zu vermitteln, „damit sie in gegenwärtigen und zukünftigen Lebenssituationen handlungsfähig sind.“

Im Anfangsunterricht liegt der Schwerpunkt auf dem Schriftspracherwerb bis hin zur kritischen Auseinandersetzung mit fremden und eigenen Texten in der Klasse 4.

Auch das Handwerkszeug (Grammatik und Rechtschreibung) ist wesentlicher Bestandteil der sprachlichen Bildung.

Durch die gesamte Grundschulzeit erfahren die Kinder den hohen Stellenwert des Lesens durch Vorlesen in der Klasse, Nutzung der Schulbücherei, Vorlesetage, Besuche der städtischen Bücherei, Teilnahme an Antolin und turnusmäßig wiederkehrende Projekte wie beispielsweise die Buchtauschaktion zum Welttag des Buches. Ergänzt wird das genießende Lesen durch die Vermittlung und das Trainieren von Lesestrategien.

In anregenden Gesprächssituationen lernen die Kinder Schritt für Schritt, sich in Gesprächen an vereinbarte Regeln zu halten und sich sprachlich korrekt sowie adressaten- und situationsangemessen auszudrücken.

Sprachliche Korrektheit erlernen die Kinder insbesondere in den wöchentlich stattfindenden Sprachrunden nach DemeK.

Durch die regelmäßig stattfindenden Erzählkreise zum Wochenende und den Ferien sowie das Übernehmen von Rollen im szenischen Spiel, erhalten die Schülerinnen und Schüler fächerübergreifend die Möglichkeit, das freie Sprechen zu trainieren.

Von Beginn an lernen die Kinder die Funktion der Schrift, als Möglichkeit sich anderen mitzuteilen, kennen. Vielfältige Angebote, auch fächerübergreifend, geben den Kindern Gelegenheit, ihre Schreibfertigkeit zu trainieren und weiterzuentwickeln.

Der Englischunterricht in der Grundschule ist gekennzeichnet durch einen ganzheitlichen und handlungsorientierten Zugang, der die natürliche Begeisterung der Kinder am Lernen der neuen Sprache aufgreift und fördert. Durch die Nutzung methodisch abwechslungsreicher Arbeitsformen (chants, rhymes, stories, role plays, picture cards, flash cards, Spiele, authentische Bilder und Bilderbücher, Einsatz von Handpuppen etc.) ermöglichen wir den Kindern kommunikative Fähigkeiten und Fertigkeiten zu erwerben, die es ihnen erlauben, einfaches Englisch zu verstehen und sich in konkreten und für die Kinder bedeutenden Gesprächssituationen zu verständigen. Vertraute Redewendungen (chunks) helfen den Kindern dabei, sich über ihre Anliegen und Vorlieben zu äußern. Die Themen sind aus dem Alltag und täglichen Umgang miteinander gewählt, wie z.B. Me and my family, Through the year, Food and drinks, Me and my body, animals etc.

Das Erlernen der korrekten Aussprache und Intonation unterstützen wir zusätzlich durch den Einsatz von Audio- und Videobeispielen, die von Muttersprachlern (native speakers) gesprochen werden. Neben dem Erwerb sprachlicher Kenntnisse, erhalten die Kinder außerdem Einblick in die Lebensweise und Besonderheiten englischsprachiger Kulturen (Angebot von authentischem Sprachmaterial und landeskundlichen Informationen). Das interkulturelle Lernen ermöglicht den Kindern Unterschiede aber auch Gemeinsamkeiten zwischen den Kulturen zu erkennen und schätzen zu lernen.

Das oberste Ziel des Englischunterrichts sind das Hörverstehen und der produktive Umgang mit gesprochener Sprache. Da das Hörverstehen die Voraussetzung für das Sprechen, Lesen und Schreiben ist, nimmt es im Englischunterricht der Grundschule eine Schlüsselrolle ein. Die Schriftsprache tritt zur Festigung, Vertiefung und als große Lern- und Merkhilfe ergänzend hinzu. Durch den regelmäßigen Umgang mit kurzen englischen Texten und das Abschreiben von Wörtern und kleinen Texten wird zunehmend auf die richtige Schreibweise geachtet.

Der Kunstunterricht hat die Aufgabe, Freude und Interesse an ästhetischen Ausdrucksformen zu wecken und zu fördern. (vgl.: Richtlinien und Lehrpläne, Lehrplan Kunst) Hierdurch sollen die Kinder zu selbstständigem, ästhetischem und kreativem Handeln und Wahrnehmen erzogen werden. Hierfür ist es wichtig, die Erfahrungen und die Lebenswirklichkeit der Kinder mit in die Themengestaltung des Kunstunterrichts einzubeziehen.

Der Unterricht orientiert sich an den Bereichen und Schwerpunkten des Faches, außerdem soll ein fächerübergreifendes Arbeiten mit den Fächern Deutsch und Sachunterricht stattfinden. Das prozesshafte Machen, Finden und Lösen gestalterischer Aufgaben sowie das Betrachten und Beurteilen eigener und fremder Arbeiten gehören ebenso zu unserem Kunstunterricht als auch die Auseinandersetzung mit Kunstwerken und ästhetischen Objekten.

Der Kunstunterricht an unserer Schule ist deshalb so konzipiert, dass die im Lehrplan elementar verankerten Bereiche (wie z.B.: der Umgang mit Farbe, das Plastizieren und Bauen sowie das Zeichnen) grundlegende Bestandteile des Kunstunterrichts sind.

 

Präsentation und Ausstellung von Arbeitsergebnissen

Wir sehen den Kunstunterricht als integrierenden Bestandteil unseres Schullebens und nutzen verschiedenste Gelegenheiten für das Ausstellen der künstlerischen Werke der Schüler. Hierzu zählen die Gestaltung des Foyers zu jahreszeitlichen Festen, das Präsentieren der Werke an den Stellwänden in den Fluren und Klassenzimmern, sowie die Präsentation von plastischen Werken im Foyer. Hierdurch findet eine Würdigung der künstlerischen Arbeiten der Kinder statt.

Ferner leisten die künstlerischen Arbeiten der Kinder einen wichtigen Beitrag zum sozialen Miteinander und schaffen eine einladende Atmosphäre zum Leben und Lernen in unserer Schule.

 

Räumliche Gegebenheiten

Der Kunstunterricht findet in den Klassenräumen oder im Kunstraum statt. Über eine Verbindungstür im Kunstraum gelangt man in einen kleinen Nebenraum mit einem Brennofen. Die Schränke im Kunstraum sind von außen beschriftet bzw. bebildert, so dass auch Kolleginnen und Kollegen, die Kunst fachfremd unterrichten, die verschiedenen Werkzeuge und Materialien ohne Schwierigkeiten finden können. Die Werktische ermöglichen das Arbeiten mit Werkzeugen und Holz sowie mit Ton. Durch die „Materialtische“ an der Fensterseite kann offener Kunstunterricht, wie z.B. die Werkstattarbeit, umgesetzt werden.

Arbeitsgrundlage für den Mathematikunterricht in unserer Schule ist das Unterrichts-werk „Das Zahlenbuch“.

Im Mittelpunkt des Lehrwerkes stehen die Grundlagen der Geometrie, die Inhalte der Arithmetik und deren Anwendung beim Sachrechnen.

 

Es ist uns wichtig, im Mathematikunterricht

  • Interesse an den mathematischen Inhalten zu wecken.
  • herausfordernde Anlässe für entdeckendes Lernen zu geben.
  • ergiebige Aufgaben bereitzustellen.
  • produktive, anwendungsbezogene Übungsformen anzubieten.
  • eine Kommunikation unter Berücksichtigung der mathematischen Fach-sprache anzubahnen.
  • konstruktiv mit Schwierigkeiten und Fehlern umzugehen.

 

Im Sinne der Entwicklung von mathematischem Verständnis legen wir neben auto-matisierenden Übungsformen (schnelles Rechnen, Einspluseins-Training, Einmaleins Training, …) besonderen Wert auf strukturierte Übungsformate (Rechenketten, Zahlenmauern, Rechendreiecke, Zauberquadrate, Entdecker-Päckchen, …). Hier können die Schüler/innen Muster und Beziehungen finden, nutzen, beschreiben und begründen.

Anschauungsmaterialien wie Wendeplättchen, 20er Feld, Hundertertafel, Abakus, Tausenderbuch, Zahlenstrahl, Rechengeld etc. dienen der Ausbildung konkreter Vorstellungen und werden den Kindern im Weiteren als selbstverständliches „Werkzeug“ zum Lösen von Aufgaben angeboten.

Als unterrichtsergänzende Angebote stehen Lernkarteien, Übungsserien von LOGICO, Computerprogramme (Lernwerkstatt, Anton App, Blitzrechnen), Spiegelbuch, Würfel mit Bauplankarteien, Pentominos, …) zur Verfügung.

Das Fach Musik leistet im besonderen Maße einen wichtigen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler. Insbesondere Kreativität, Ausdrucksfähigkeit, Einfühlungsvermögen, Teamfähigkeit und Konzentration werden gefördert (vgl. Lehrplan NRW)

Wie in allen Fächern orientiert sich der Musikunterricht am Lehrplan des Landes NRW. Musik hören, Musik machen, Musik umsetzen sind die ausgewiesenen Schwerpunkte. Die Ausgestaltung dieser Schwerpunkte variiert in den Jahrgängen, so dass man sagen kann, dass in der 1. Jahrgangsstufe noch vermehrt mit Stimme und Körperinstrumenten musiziert und dem szenischen Spiel im Musikunterricht noch mehr Zeit gewidmet wird. Zunehmend ab Stufe zwei werden dann vermehrt Instrumente eingesetzt, insbesondere Orffinstrumente.

Unsere Schule ist gut mit Instrumenten ausgestattet. Angefangen bei Klavier, über Schlagzeug und zahlreiche Orffinstrumente gibt es viele Instrumente zum Musizieren. Dies erlaubt es im besonderen Maße im Musikunterricht improvisierend und experimentierend zu arbeiten. Die gute Ausstattung erlaubt es aber auch bei schulischen Aktivitäten, wie z.B. dem Adventsingen, musikalische Begleitungen zu erproben und vorzuführen. Im Allgemeinen wird mit den Lehrwerken Fidelio und Kolibri gearbeitet.

Sie stehen jeweils im Klassensatz zur Verfügung, aber auch andere Lehrwerke wie z.B. Mozart & Co, Vivaldi oder Prima®musik werden im Unterricht eingesetzt.

Der katholische Religionsunterricht

„Der katholische Religionsunterricht ist theologisch geprägt aus der christlichen Überzeugung, dass Gott in der Geschichte des Menschen und zu ihrem Heil wirkt, das Evangelium diese Erfahrung in Person und Botschaft Jesu Christi unwideruflich zum Ausdruck bringt, die Kirche diese Botschaft weitergibt und erfahrbar macht.“ (Lehrplan Katholische Religionslehre Grundschule, 2003)

Da viele Kinder der KGS Kupfergasse nicht getauft und familiär keinen oder nur geringen Bezug zur Kirche und zum katholischen Glauben haben, wird im katholischen Religionsunterricht

  • strukturiertes und lebensbedeutsames Grundwissen über den Glauben der Kirche vermittelt,
  • die Bedeutung der christlichen Feste und Feiertage als Orientierung und Halt im Laufe des Kirchenjahres verdeutlicht,
  • auf vielfältige Weise ein Zusammenhang zwischen Leben und Glauben hergestellt.

Die persönlichen Glaubenserlebnisse und -erfahrungen der Kinder werden dabei vertrauensvoll und einfühlsam mit eingebunden.

Der katholische Religionsunterricht bemüht sich darum, Haltungen wie Verantwortungsbewusstsein, Achtung vor anderen Menschen, Gerechtigkeit und Solidarität zu fördern.

Aufgabe des katholischen Religionsunterrichts an der KGS Kupfergasse ist es besonders, die Kinder zu befähigen, die Welt und das Leben sensibel wahrzunehmen, zu bestaunen, zu befragen und zu deuten.

Indem die Schülerinnen und Schüler lernen, still zu werden, zu beten und innezuhalten, können alltägliche Phänomene wieder staunenswert werden. So entdecken sie die Welt und die Dinge des Alltags neu und tiefer, und so können sie Zugänge zur Transzendenz und zu Gott gewinnen. Durch Erzählen, Bilder, Symbole und Lieder erfahren die Schülerinnen und Schüler unterschiedlichste Möglichkeiten, sich mit dem christlichen Glauben und Gott auseinanderzusetzen und ihn als liebenden Vater, Tröster und Helfer in außergewöhnlichen und alltäglichen Situationen zu erkennen.

 

Der evangelische Religionsunterricht

„Evangelischer Religionsunterricht gewährleistet den Anspruch des Kindes auf religiöse Bildung.“ (Lehrplan Evangelische Religionslehre Grundschule, 2003)

Viele unserer Kinder kommen nur noch selten mit Kirche und religiösem Leben in Kontakt. Viele Kinder, die den evangelischen Religionsunterricht besuchen, sind nicht getauft oder haben von familiärer Seite keinen Bezug zum Glauben.

Ziel des evangelischen Religionsunterrichts an unserer Schule ist es, die Erfahrungen der Kinder zu deuten, ihnen Werte nach evangelischem Verständnis zu vermitteln und Perspektiven für persönliches Handeln aufzuzeigen.

Dabei werden den Schülerinnen und Schülern Möglichkeiten eröffnet,

  • sich mit der biblischen Tradition des Alten und Neuen Testaments auseinanderzusetzen,
  • ihre Lebenswirklichkeit und die biblisch-christliche Tradition zu vergleichen und in Beziehung zu setzen,
  • Orientierung auf der Suche nach einer eigenen Lebensausrichtung zu finden,
  • auf der Grundlage evangelisch-christlicher Wertmaßstäbe Handlungsmuster für ihr eigenes verantwortungsbewusstes Handeln zu erfahren und zu übernehmen.

Das Lernen und Lehren im evangelischen Religionsunterricht ist geprägt von einer kindgeleiteten, dialogorientierten Theologie. Die Schülerinnen und Schüler unserer Schule stellen mit ihren Religionslehrerinnen und –lehrern lebensbedeutsame Fragen. Dazu ist es notwendig, dass die Kinder in der Lage sind, eigene Lebensfragen und Gefühle zur Sprache bringen zu können. Hier sind fachübergreifende Ansatzpunkte zum Deutschunterricht sowie zum Klassenrat zu sehen, wo diese Sprachmuster und Inhalte („So fühle ich mich heute…“) eingeübt und ebenfalls thematisiert werden.

Zum katholischen Religionsunterricht besteht eine besondere Verbindung. Daher werden alle Gelegenheiten zur konfessionellen Kooperation genutzt (siehe Ökumenische Arbeit).

 

Ökumenische Arbeit

Zwischen den beiden Konfessionen werden alle Gelegenheiten zur Kooperation genutzt. So finden in Absprache mit den katholischen und evangelischen Pfarrern der Kirchengemeinden St. Bartholomäus, Friedenskirche und Markuskirche in regelmäßigen Abständen zu verschiedenen Anlässen (Ostern, St. Martin, Advent, Weihnachten) ökumenische Gottesdienste statt.

Im 2. Schuljahr besuchen die Pfarrer beider Konfessionen die Klassen und stellen sich und ihre Arbeit vor. Daraufhin besuchen die Klassen die beiden Kirchen St. Bartholomäus und die Markuskirche und erhalten von den Pfarrern eine Kirchenführung.

In der Adventszeit kommen alle Kinder zum gemeinsamen Adventssingen im Forum zusammen, um die Weihnachtsgeschichte in Abschnitten zu hören und der christlichen Tradition gemäß der Ankunft Jesu erwartungsvoll entgegen zu sehen. Hierbei wird auch gegen Ende der Adventszeit das Friedenslicht aus der katholischen Kirche mitgebracht und zur Krippe gestellt. Das Adventssingen wird ergänzt durch kleine Beiträge aus verschiedenen Klassen.

Nach dem aktuellen Lehrplan besteht die Aufgabe des Sachunterricht darin, die Kinder zu befähigen, sich in ihrer Lebenswelt zurechtzufinden, sie zu erschließen, sie zu verstehen und sie verantwortungsbewusst mitzugestalten.

Für uns ergibt sich dadurch ein Sachunterricht, der seinen Ausgang in der handelnden Auseinandersetzung mit der unmittelbaren Lebenswirklichkeit der Kinder nimmt. Bei allen Unterrichtsthemen soll dabei das handelnde Lernen und handlungsorientierte Lehren im Vordergrund stehen. Naturwissenschaftliche Arbeitsweisen wie erkunden, beobachten, vergleichen, experimentieren und dokumentieren werden gestärkt, so dass die Kinder im Laufe der Grundschulzeit immer mehr zu einer objektiven Erschließung der Wirklichkeit gelangen.

Um den Kindern ein selbstständiges und selbstgesteuertes Arbeiten im Sachunterricht zu ermöglichen, legen wir nicht nur großen Wert auf das Erlangen einer fachspezifischen Methodenkompetenz, sondern auch auf den Bereich „Lernen lernen“. (Näheres im Kapitel „Lernen lernen“)

Unsere Schule verfügt über einen sehr gut sortierten Forscherraum. Der Raum wurde unterteilt in einen Arbeitsbereich und einen Besprechungsbereich vor der Tafel. Beide Bereiche sind durch Regale voneinander getrennt. Hier stehen vorbereitete Materialien, mit denen die Kinder frei experimentieren können. Die Arbeitsmaterialien befinden sich in Schränken, die mit Fotos versehen sind. So können die Kinder ihr Material selbstständig holen und nach dem Experimentieren auch wieder an die richtige Stelle im Schrank zurückräumen.

Unsere Schülerinnen und Schüler setzen sich sowohl im Unterricht als auch im Offenen Ganztag vermehrt mit naturwissenschaftlich-technischen Themen auseinander. In jedem Schulhalbjahr arbeiten die Kinder mindestens an zwei naturwissenschaftlichenUnterrichtsgegenständen. Zudem haben unsere Schülerinnen und Schüler Gelegenheit, in Arbeitsgemeinschaften mit naturwissenschaftlich-technischem Schwerpunkt zu arbeiten. Sehr beliebt sind bei unseren Kindern z.B. die Garten und die Werken AG.

Durchschnittlich zweimal im Jahr finden Forschertage statt, an denen die Kinder zu speziellen Fragestellungen einen ganzen Schultag arbeiten können. Materialien und Lernimpulse werden von den Sachunterrichtslehrerinnen vorbereitet. Die jeweiligen Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer führen den Forschertag dann mit ihren Klassen durch. In der Vergangenheit wurde zu den Themen „Ernährung“, „Lebensraum Wiese“ oder „Was kann fliegen?“ gearbeitet.

Mit unseren Schülerinnen und Schülern besuchen wir regelmäßig außerschulische Lernorte wie z.B. die Freiluga in Köln oder die Waldschule in Leidenhausen. Dort ist es den Kindern möglich Originalbegegnungen zu erleben und an verschiedenen naturwissenschaftlichen Themen ganz praktisch zu arbeiten.

Wir haben uns in der Vergangenheit für die Auszeichnung als „Mint-freundliche-Schule“ beworben und konnten diese Auszeichnung entgegen nehmen.

Der Sportunterricht bietet wie kein anderes Unterrichtsfach eine Vielfalt an Chancen und Herausforderungen für jedes Kind in unterschiedlichen Bereichen und fördert die Entwicklung der Persönlichkeit. Die verschiedenen Möglichkeiten des offenen und entdeckenden Unterrichts erlauben in besonderem Maße individuelles Lernen. An der KGS Kupfergasse ist es ein Anliegen den Kindern Freude an Bewegung zu vermitteln, beziehungsweise diese zu erhalten.

Außerhalb der Schule können viele Kinder heutzutage nicht mehr ausreichend elementare Bewegungserfahrungen sammeln, deshalb ist dies ein großes Anliegen unsererseits. Besonders Bewegungslandschaften, die zum Teil von den Kindern mitgestaltet werden können, ermöglichen ihnen grundlegende Erfahrungen des Kletterns, Schwingens, Balancierens oder Springens. Durch gezielte Differenzierung der Aufgabenstellung kommt jedes Kind zu seinem individuellen Erfolg, erwirbt Grundkenntnisse, erlernt Grundbewegungsformen in folgenden Bereichen und Schwerpunkten:

  • den Körper wahrnehmen und Bewegungsfähigkeiten ausprägen
  • das Spielen entdecken und Spielräume nutzen
  • Laufen, Springen, Werfen – Leichtathletik
  • Bewegen im Wasser – Schwimmen
  • Bewegen an Geräten – Turnen
  • Gestalten, Tanzen, Darstellen – Gymnastik/Tanz, Bewegungskünste
  • Spielen in und mit Regelstrukturen – Sportspiele
  • Gleiten, Fahren, Rollen – Rollsport
  • Ringen und Kämpfen – Zweikampfsport[1]

 

Hinsichtlich dessen erlernt jedes Kind Fertigkeiten und Fähigkeiten, die es auch außerhalb des Schulsports nutzen kann, beispielsweise in AGs, im Verein oder beim Spielen in der Freizeit. Unser Sportunterricht orientiert sich ebenso an den pädagogischen Perspektiven. Somit erfüllt der Sportunterricht der KGS Kupfergasse den Doppelauftrag „Entwicklungsförderung durch Bewegung, Spiel und Sport und Erschließung der Bewegungs-, Spiel- und Sportkultur“[2].[3]

Wir sehen Sport auch als integrierten Bestandteil unseres Schullebens und nutzen verschiedene Gelegenheiten zu sportlichen Aktivitäten, zum Beispiel die Bundesjugendspiele, das Spielefest, Schwimmwettbewerbe und unterschiedliche Projekte, zum Beispiel die Zirkusprojektwoche.

 

 

[1] Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes NRW 2008, S.115.

[2] ebd., S.135.

[3] Inwiefern die Inhaltsbereiche in den einzelnen Schulstufen gewichtet werden, kann dem Stoffverteilungsplan für das Fach Sport entnommen werden.

In der KGS Kupfergasse ist der Sportförderunterricht im Sinne der Psychomotorik ausgerichtet. Die Psychomotorik sieht den Zusammenhang zwischen motorischer und geistiger, psychischer sowie sozialer Entwicklung.Demnach zielt unser Sportförderunterricht sowohl darauf ab, die sensorischen und körperlichen Prozesse, als auch die Entwicklung emotionaler, sozialer und kognitiver Fähigkeiten zu fördern.Die Kinder werden durch Bewegungslandschaften/Bewegungsanlässe zu selbstständigen Bewegungshandlungen und Kreativität angeregt (z.B. durch Zirkusaktivitäten und Wahrnehmungsübungen). Neben Phasen in denen sich die Kinder mit verschiedenen Materialien auseinandersetzen können, stehen Bewegungsarrangements im Mittelpunkt.

Es geht hauptsächlich darum, den Kindern mehr Spaß und Freude an der Bewegung nahezubringen. Positive Bewegungserfahrungen mit dem eigenen Können, mit anderen und der materiellen Umwelt sollen einen Beitrag dazu leisten, dass die Kinder ein realistisches und in Bezug auf Bewegung ein leistungszuversichtliches Selbstkonzept entwickeln können.

Veränderungen wie durch die Technisierung des Alltags ziehen Veränderungen in der kindlichen Lebenswelt mit sich. Somit haben einige Kinder nicht die Möglichkeit sich motorisch und emotional voll zu entwickeln. Schulsportkonzepte, wie der Sportförderunterricht, sollen den Veränderungen und den damit verbundenen Bedürfnissen der Kinder entgegenkommen.

 

Aufgaben und Ziele

Für den Sportförderunterricht unserer Schule ergeben sich folgende Aufgaben und Ziele:

  • Freude an der Bewegung zu wecken und zu erhalten
  • Stärkung der Selbstkompetenz
  • Erweiterung materieller und sozialer Erfahrungen
  • Erweiterung konditioneller Fähigkeiten und koordinativer Fertigkeiten
  • Erwerb grundlegender und vielfältiger Bewegungs- und Wahrnehmungserfahrungen.

 

In ihrer Selbstkompetenz werden die Kinder gestärkt, indem sie bewusst erfahren was sie schon können. Sie werden aktiv in die Unterrichtsgestaltung mit einbezogen, indem sie bei der Auswahl der Unterrichtsinhalte mitbestimmen und selbst über Dauer und Intensität ihrer Bewegungsaufgaben bestimmen können[1].

Ihre Sachkompetenz wird beimvielseitigen Umgang mit unterschiedlichen Materialien verbessert, da sie somit verschiedenen Eigenschaften und Merkmale des Materials entdecken, sie miteinander vergleichen sowie ihre Anwendbarkeit bei verschiedenen Sportarten erkennen können.

Die Sozialkompetenz der Kinder wird gefördert, indem sie sowohl in Gruppen- als auch in Partnerarbeit agieren. Durch die geringe Teilnehmerzahl ist die Chance der Entfaltung sozialer Kompetenzen höher.

Die Förderung der Wahrnehmung und der sensomotorischen Entwicklung wird durch gezielte Übungen erreicht. In verschiedenen Teilbereichen, beispielsweise der auditiven, taktile, kinästhetischen, vestibulären und visuellen Wahrnehmung sollen die Reizaufnahme und –verarbeitung geschult werden, um somit ein adäquates Handeln zu ermöglichen.

Im Hinblick auf die Förderung der konditionellen Fertigkeiten und koordinativen Fähigkeiten werden durch verschiedene Spiele und Bewegungsarrangements unter anderem Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer, Beweglichkeit, Gleichgewicht, Haltungssicherheit und Raumorientierung angesprochen.

Unsere Schülerinnen und Schüler setzen sich sowohl im Unterricht als auch im Offenen Ganztag vermehrt mit naturwissenschaftlich-technischen Themen auseinander. In jedem Schulhalbjahr arbeiten die Kinder mindestens an zwei naturwissenschaftlich / technischen Unterrichtsgegenständen. So ist beispielsweise das Thema „Fahrzeuge bauen“ fest in unserem schulinternen Lehrplan verankert und wird regelmäßig in Klasse 3 oder 4 durchgeführt. Zudem haben unsere Schülerinnen und Schüler Gelegenheit, zusätzlich in Arbeitsgemeinschaften mit naturwissenschaftlich-technischem Schwerpunkt zu arbeiten.

In den Technik-AGs, wie Werken, haben die Kinder bislang an verschiedenen technischen Themen gearbeitet. Beispielsweise wurde ein Mini-Wasserwerk erbaut, kleine Werkstücke aus Holz gefertigt oder intensiv zum Thema „Fahrzeuge bauen“ gearbeitet. Für dieses Unterrichtsprojekt haben wir auch den Zuschauerpreis bei der „Mädchen wählen Technik Preisverleihung“ in Bochum gewonnen.

Lernen an unserer Schule

Das Ich wird am Du zum Wir

 

1. Christliche Werteerziehung in unserem Schulalltag

Unsere Schule versteht sich nicht nur als Ort des Lernens, sondern vielmehr als Ort des Lebens. Das Lernen ist Teil des Schullebens, zugleich aber auch Voraussetzung für die Befähigung der Kinder zur Teilnahme am gesellschaftlichen Leben. Wir beschränken das Lernen nicht auf die reine Vermittlung von Wissen und Fähigkeiten, sondern machen es uns zur täglichen Aufgabe, das Herz und den Charakter der Kinder zu bilden und zu stärken und ihnen stabile Werte zu vermitteln. So lautet unser Erziehungsauftrag, die Kinder zu einem verantwortlichen Leben und Handeln auf der Grundlage der christlichen Werte zu motivieren. Dabei wird das einzelne Kind in den Blick genommen mit dem Ziel, es zu einer starken Persönlichkeit zu erziehen. Schließlich sollen aus unseren Schülern und Schülerinnen einmal mündige Bürger werden, die für sich selbst, aber auch für andere, sprechen und Verantwortung übernehmen können.

Wenn wir den Schülern und Schülerinnen Werte vermitteln wollen, die sie ihr Leben lang begleiten und verinnerlichen, so darf diese Vermittlung nicht nur auf einzelne Fächer beschränkt sein, sondern betrifft das gesamte Schulleben sowie die Einstellungen und Haltungen der Lehrkräfte, die auf ebendiesen Werten basieren. Da die Werteerziehung der Schule aber auch immer die Werteerziehung der Eltern voraussetzt, wird hierauf in Gesprächen und im Umgang miteinander großen Wert gelegt. Familien, die Hilfebei der Werteerziehung benötigen, finden Unterstützung von Seiten der Schule, so zum Beispiel durch das Projekt FUN.

In einer Zeit, in der Wandel großgeschrieben wird, bieten wir unseren Kindern im Schulalltag verlässliche Strukturen durch die Rhythmisierung des Schulalltags und des Schuljahres, das sich an dem christlichen Festkalender orientiert.

Zudem gibt es klare Regeln, so dass die Kinder von Beginn an lernen, in einer Gemeinschaft zu leben und Regeln zu achten. Im Schulalltag begleitet die Kinder dabei die von den Schülern und Schülerinnen selbst entwickelte Schulordnung(siehe 2.1),die für die gesamte Schule verbindlich ist und auf deren Einhaltung Kinder und Lehrer gleichermaßen achten. Unterstützend dazu sichern die von den Klassen getroffenen Absprachen undRegeln(siehe 2.2)das Zusammenleben und Verhalten im Klassenraum.

Doch welche Werte vermitteln wir eigentlich?

Wir als katholische Grundschule orientieren uns am christlich geprägten Menschenbild.

Der Mensch ist Teil der Schöpfung, ja, sogar ein besonderer Teil: Wir haben den Auftrag erhalten, die Schöpfung zu bewahren und zu erhalten. Daher sollen und müssen wir Verantwortung übernehmen. Verantwortung für das „Ich“ und damit auch das eigene seelische und körperliche Wohlbefinden (Gesundheitserziehungsiehe 4.1 und 4.2,) für die anderen, Verantwortung aber auch für die restliche Schöpfung. Dies lernen die Kinder im Schulalltag in unterschiedlichen Situationen und Kontexten. Im Unterricht werden Helfersysteme eingeführt, bei denen die Kinder lernen, sich gegenseitig zu helfen, so dass sie zu hilfsbereiten Mitmenschen werden. Putzaktionen und die Arbeit im und am Schulgarten öffnen den Kindern die Augen, die Umwelt bewusster wahrzunehmen. Die Übernahme von Klassendiensten und die Patenschaften (siehe 2.4)zwischen den Dritt- und Erstklässlern schult die Übernahme von Verantwortung.

Der Mensch ist einmalig, mit seinen Fähigkeiten und mit seinen Schwächen. Dies erfahren die Kinder vom ersten Schultag an, wenn sie ihre eigenen Fähigkeiten entdecken und beschreiben lernen. Das Schulklima ist geprägt durch das bedingungslose Angenommen – Sein eines jeden Menschen durch Gott. Jedes Kind ist – so wie es ist – bei uns angenommen und akzeptiert.

Der Mensch ist aber nicht nur Individuum, zugleich ist er Teil einer Gemeinschaft. Von Anfang an sammeln die Kinder Erfahrungen in ihrer Klassengemeinschaft und entdecken die Chancen und Schwierigkeiten innerhalb dieser.

„Das Ich wird am Du zum Wir“ beschreibt das Motto, dass unsere Schule bei der Werteerziehung verfolgt.

„Ich“:Den Kindern wird in unserer Schule Frei-Raum gegeben, sich selbst zu entfalten und sich selbst zu bestimmen. Jedes Kind kann sich so nach seinen Fähigkeiten, Interessen und in seinem eigenen Tempo entwickeln. Dabei wird jedes Kind positiv bestärkt und es wird jedem ermöglicht, sich in die Gemeinschaft einzubringen, wodurch jedes einzelne Kind erlebt, wie wichtig es ist. Die Kinder erfahren so ihren eigenen Wert. Dies wirkt sich dann auch positiv auf die Lern- und Leistungsbereitschaft der Kinder aus, deren Förderung wir uns zur selbstverständlichen Aufgabe gemacht haben.

Du“:Die Kinder lernen im Zusammenleben, dass wir Menschen verschieden denken, handeln, sind. Sie werden im Zusammenleben mit ihren Klassenkameraden in vielen Bereichen mit der Andersartigkeit konfrontiert. Hierbei begleiten sie die Lehrer und Lehrerinnen, so dass die Kinder bei täglichen gemeinsamen Aktionen und Gesprächen zu Toleranz und Akzeptanz erzogen werden. Dabei gilt stets die Goldene Regel, die sich in der Bibel finden lässt:

„Alles, was ihr also von anderen erwartet, das tut auch ihnen!“ (Matthäus 7,12). Besonders die Streitschlichtung (siehe 3.) und der wöchentlich stattfindende Klassenrat(siehe 2.2)leisten dazu einen Beitrag. Die Kinder werden angeleitet und dazu befähigt, eigene Standpunkte zu benennen und die der anderen wahrzunehmen, um so ihre Konflikte friedlich zu lösen.

„Wir“:Wenn die Kinder sich als „Ich“ und „Du“ wahrnehmen lernen, dann fördert dies den Respekt voreinander, der im Umgang miteinander unerlässlich ist. Nur wenn beide Komponenten beachtet werden, gelingt es, die Würde eines jeden Menschen zu beachten und zu schützen. Im alltäglichen Miteinander lernen die Kinder, höflich miteinander umzugehen und sich in den verschiedensten Situationen zu helfen, ob im Unterricht, bei Streitigkeiten oder bei Verletzungen als Kindersanitäter(siehe 4.3). Partner- und Gruppenarbeit fördern die Kommunikation und Kooperation zwischen den Schülern und Schülerinnen und vermitteln das Gefühl, gemeinsam etwas erreichen zu können. Das Ziel ist es, dass die Kinder in der Verschiedenartigkeit der Menschen eine Bereicherung für das Zusammenleben erkennen. Dann erst werden die Werte für die Kinder sinnvoll.

 

 

2. Leben in Gemeinschaft

2.1. Schulordnung

Die goldenen Regeln der Schulordnung der KGS Kupfergasse, die im Foyer auch mit unterstützenden Bildern zu sehen sind, wurden von den Schülerinnen und Schülern in der Klassensprecherkonferenz verabschiedet. Dabei war es uns besonders wichtig, alle Kinder der Schule in die Erarbeitung der Regeln einzubeziehen. Alle Klassen beteiligten sich mit Vorschlägen, die in der Klassensprecherkonferenz ausgewertet, gegliedert und am Ende zu vier Grundsätzen zusammengefasst wurden.

 

Unsere goldenen Regeln

So fühlen wir uns an der KGS Kupfergasse wohl:

 

Das Miteinander:

Wir sind ehrlich, freundlich und nehmen Rücksicht aufeinander.

Wir vermeiden Streit und versuchen zu schlichten.

 

Unser Schulgebäude:

Wir achten auf Sauberkeit auf dem Flur, in den Klassenräumen und in den Toiletten.

Wir laufen und toben nicht auf den Fluren und im Treppenhaus.

 

Eigentum:

Wir achten das Eigentum der anderen Kinder und das der Schule.

Wir nehmen nichts ohne Erlaubnis weg.

 

Stoppzeichen:

Stopp heißt Stopp.

Wenn jemand etwas tut, das mir nicht gefällt, sage ich Stopp.

Wenn jemand zu mir Stopp sagt, höre ich auf.

 

2.2 Klassenrat

Ab der zweiten Klasse findet einmal wöchentlich eine Klassenratssitzung im Sinne einer Gesprächsrunde statt. An dieser Runde nehmen alle Kinder der Klasse und die/der KlassenlehrerIn teil. Themen der Klassenratssitzung sind alle Anliegen der Klassengemeinschaft wie z.B. Probleme und Konflikte, Planungen von gemeinsamen Vorhaben, Organisation von Diensten, Klassenregeln usw.

Die Leitung des Klassenrats übernimmt zunächst die Lehrkraft, übergibt diese aber schrittweise an die SchülerInnen. Dabei kann es sich um die Klassensprecher handeln oder um ein hierfür gewähltes Kind der Klasse.

Der Ablauf der Sitzungen ist ritualisiert, und bietet den Kindern so eine verlässliche Struktur und Sicherheit.

Im Klassenrat erfahren die Kinder Wertschätzung, übernehmen Verantwortung und lernen, mit anderen zu kommunizieren. So werden Selbständigkeit und Selbstvertrauen gestärkt und die personalen Kompetenzen erweitert.

 

2.3 Klassensprecher und Klassensprecherkonferenz

In allen vier Stufen werden zu Beginn des Schuljahres je zwei KlassensprecherInnen gewählt. Dazu werden zunächst deren Aufgaben geklärt und überlegt, welche Fähigkeiten die KlassensprecherInnen haben müssen, um diese Aufgaben wahrnehmen zu können. Die Wahl erfolgt dann im Sinne von „Demokratie lernen“ geheim, gleich und unmittelbar.

Die Klassensprecherinnen und Klassensprecher nehmen in regelmäßigen Abständen an der Kinderkonferenz (KiKo) teil, um über die Anliegen, Ideen und Probleme der Kinder zu sprechen. In der KiKo lernen die Kinder, ihre Klasse zu vertreten und bringen Vorschläge und Ideen mit ein. Dadurch wird den Kindern der KGS Kupfergasse ein Mitdenken, Mitreden und Mitentscheiden ermöglicht. Zu jeder Sitzung wird ein Protokoll angefertigt, welches die KlassensprecherInnen bekommen, um alle Kinder in ihren Klassen über die Inhalte zu  informieren.

Hier erfahren die Kinder erste Teilhabe an Entscheidungen, die Schulgemeinschaft betreffen.

 

2.4 Patenschaften

Die Patenschaften zwischen den Drittklässlern und den neuen Schulkindern sind mittlerweile zur Tradition an unserer Schule geworden, von der sowohl die älteren Schüler als auch die Erstklässler profitieren.

Wenn die Kinder eingeschult werden und ihre ersten Tage in der Schule beginnen, müssen sie lernen, sich in der Schule und dem Schulalltag zurechtzufinden. Alles ist neu, fremd und aufregend. Deshalb bekommt jeder Erstklässler ein Patenkind

aus dem dritten Schuljahr, welches gerade in den ersten Tagen und Wochen Ansprechpartner und Halt für den Erstklässler ist.

Die Drittklässler bereiten sich auf diesen Tag vor: In Gesprächen denken die Kinder an ihre eigene Einschulung zurück und überlegen, wie sie sich gefühlt haben und was ihnen beim Einleben geholfen hat. Daraus entwickeln die Kinder dann Ideen, wie sie den Schulneulingen begegnen und helfen können.

Die Kinder basteln dann Schilder, die die Kinder in den ersten Wochen tragen, um sich zu erkennen und zu finden.

Am ersten Schultag besuchen die Paten die Erstklässler dann in ihren Klassen und bauen erste Kontakte auf. Wenn es dann zur Pause klingelt, begleiten die Drittklässler ihren „Schützling“ auf den Schulhof und helfen bei der Orientierung und bei der Spielauswahl. Auch die kommenden Tage werden die Neulinge zur Pause abgeholt.

Die Erstklässler werden durch die Patenschaften direkt in die Schulgemeinschaft aufgenommen, sie werden an die Hand genommen, wodurch ihr Schulalltag erleichtert wird und die Angst vor den „Großen“ verfliegt sehr schnell.

Die Drittklässler lernen, echte Verantwortung zu übernehmen und merken, was es heißt, nun zu den „Großen“ zu zählen.

 

 

3. Streitschlichtungskonzept

3.1. Die Idee der Schulstreitschlichtung

Streit und Auseinandersetzungen gehören zum Schulalltag. Immer wieder werden Lehrer gerufen, um Streithähne auseinander zu halten. Dann sollen sie herausfinden, wer Recht und Unrecht hat, und die Schuldigen bestrafen.

Schulstreitschlichtung jedoch funktioniert anders. Schüler-Streitschlichter sind keine Richter. Sie treten als Vermittler zwischen zerstrittenen Schülern auf. Sie helfen den Streitenden selbst herauszufinden, was falsch gelaufen ist, führen die Kinder zu eigenen Lösungen oder machen Lösungsvorschläge und versuchen schließlich eine Einigung auszuhandeln, die beide Seiten akzeptieren können. Voraussetzung für das Schlichtungsgespräch ist, dass die Streitenden freiwillig kommen und sich helfen lassen möchten. Streitschlichter ersetzen nicht die Lehrpersonen und führen keine Pausenaufsicht, sondern dienen als zusätzliche Ansprechpartner in den Pausen.

 

3.2. Inhaltliches und Organisatorisches

An der Streitschlichter-AG können Kinder aus dem 3. Schuljahr teilnehmen. In den einzelnen Klassen wählen die Kinder gemeinsam mit ihren Klassenlehrern die Kinder aus, die als nächstes die Ausbildung durchlaufen sollen. Gegebenenfalls müssen die Klassenlehrer einwirken, wenn nicht geeignete Kinder sich für diese AG melden. Die Erfahrung hat jedoch gezeigt, dass diese AG auch für Kinder mit auffälligem Verhalten oder sozialen Problemen eine Chance sein kann, in einer anderen Rolle zu lernen, wie man besser mit Streit und schwierigen Situationen umgehen kann. Oder anders gesagt: Ein Streitschlichter wächst mit seiner Aufgabe.

Die ausgewählten Schüler werden zunächst einmal als Streitschlichter ausgebildet. Sie lernen, wie man Körpersprache (Mimik und Gestik) versteht, aktiv zuhört und die eigene Bewertung zurückhält. Es gibt Rollenspiele und kritische Gespräche. Auch setzen sich die Streitschlichter-Azubis mit ihrem eigenen Gefühlsleben genauer auseinander und lernen anhand der eigenen Gefühle, andere besser einzuschätzen.

Am Ende der Ausbildung werden die Schlichtungsgespräche intensiv trainiert. Dabei lernen die Streitschlichter, selbstbewusst und ruhig aufzutreten.

Im Anschluss an die Ausbildung zum Streitschlichter haben die Kinder dann in 2er-Teams in den Hofpausen die Möglichkeit ihr Gelerntes in der Praxis umzusetzen. Dazu wird jeweils ein Plan erstellt, der in allen beteiligten Klassen und auch zentral aushängt. Die Erfahrungen, die die Kinder bei ihrem Dienst sammeln, werden dann in weiteren Streitschlichter-Treffen ausgewertet, um das Streitschlichtermodell an unserer Schule weiterzuentwickeln. Hierbei wird den Kindern Zeit gegeben ihre Beobachtungen, Ängste und Sorgen zu schildern und gemeinsame Absprachen zu treffen. Ebenfalls Bestandteil einer solchen Streitschlichter-Besprechung ist die Einschätzung des eigenen „Leistungs- bzw. Wohlfühlstands“ mit dem „Job: Streitschlichter“. Die Kinder können sich je nach Gefühlslage einsortieren und erhalten ebenso wie die Lehrkräfte eine Rückmeldung darüber, wo die Gruppe und jeder einzelne in der Gruppe gerade steht.

Jeder Streitschlichter hat ein eigenes Dienstfoto, welches er zu Beginn der Pause am Streitschlichterbrett aufhängt. Dort findet jeder dann auch seine Streitschlichter-Weste, die die Kinder noch mal von der Masse abhebt und für die anderen Kinder eine Orientierungshilfe darstellt.

 

3.3. Erfahrungen mit der Schulstreitschlichtung an der KGS Kupfergasse

Die bisherigen Erfahrungen mit den Streitschlichtern an der KGS Kupfergasse haben gezeigt, dass es gut funktioniert, wenn Schüler Mitschülern helfen ihre Konflikte friedlich zu lösen. Hierbei kommt es eben nicht darauf an, herauszufinden, wer Recht und Unrecht hat und wer wie bestraft wird. Jeder hat seinen Anteil an dem Streit, den man nur gemeinsam lösen kann.

Die Erfahrungen zeigen auch: Ein Großteil der Gespräche hat für beide Seiten ein befriedigendes Ergebnis. Der Unterricht wird entlastet, denn viele Konflikte werden nicht mehr in die Klasse getragen, sondern direkt vor Ort gelöst. Auf dem Schulhof geht es ebenfalls ruhiger zu.

 

3.4. Die Ausbildung

Es werden jeweils immer ca. 4-5 Kinder aus jedem 3. Schuljahr für einen Ausbildungsdurchgang ausgewählt.

Baustein 1: Kennenlernen der neuen Streitschlichter untereinander; „Karni und Nickel“ – Wie entsteht Streit und wie lässt er sich lösen?

Baustein 2: Gefühle kann man ablesen – Körpersprache lesen lernen und nachempfinden; Rollenspiele zu Mimik und Gestik

Baustein 3: Das Streitschlichter-Gespräch; Ablauf einer Streitschlichtung und Besprechen des ersten Bestandteils: Selbstbewusste Vorstellung: „Hallo, ich bin … und ich bin Streitschlichter!“; Erste Streitsituationen als Rollenspiele

Baustein 4: Das Gespräch: Die Streitenden erzählen, wir verstehen und fassen zusammen; Was ist gutes Zuhören? – Verschiedene Übungen zum guten Zuhören; Streitsituationen als Rollenspiele

Baustein 5: Streit verstehen – Es gibt immer 2; Sichtweisen; Verdeutlichung der 2 Sichtweisen anhand eines Vexierbildes; Wie helfe ich Kindern, einen Streit zu lösen? Wie lenke ich ein Gespräch?; Streitsituationen als Rollenspiele

Baustein 6: Ich und Du – Botschaften; Sender-Empfänger-Modell vorstellen und Ich/Du-Botschaften unterscheiden lernen; Streitsituationen als Rollenspiele

Baustein 7: Streitsituationen als Rollenspiele (Training)

Baustein 8: Streitsituationen als Rollenspiele (Training)

(Baustein 9: Einführung in das Lesen des Streitschlichter-Plans) Schulprogramm KGS Kupfergasse

 

 

4. Gesundheit

4.1. Ernährung

An der KGS Kupfergasse streben wir Erziehung zur Gesunderhaltung und Gesundung an. Dazu gehört natürlich auch eine gesunde Ernährungsweise, die für die Schülerinnen und Schüler zu einer alltäglichen Selbstverständlichkeit werden soll. So gehört das Thema ´gesundes Frühstück` zu den ersten Themen, die im 1. Schuljahr behandelt werden. In den folgenden Schuljahren wird dieses Thema mehrfach wiederholt, intensiviert und auf andere Mahlzeiten bzw. allgemeine Lebensmittel übertragen. Auch die Eltern werden bereits beim ersten Elternabend über die Lebensmittel informiert, die den Kindern helfen können während des Schultages genug Nährstoffe aufzunehmen, ohne sie zu beschweren oder ihren Stoffwechsel über die Maßen zu belasten. Wir empfehlen dafür Körner- oder Vollkornbrot mit Käse, Salami oder ähnlichem Aufschnitt. Dazu sollten die Kinder Obst z.B. Weintrauben, Apfel oder Banane essen und ausreichend trinken. Dabei ist darauf zu achten, dass Süßgetränke nicht erlaubt sind. Das Frühstück wird gemeinsam in der Frühstückspause eingenommen, welche nach der Schulhofpause stattfindet. Wasserpausen sind auch während des Unterrichts immer wieder erlaubt und erwünscht, um den Schülerinnen und Schülern auch dadurch bestmögliches Lernen zu ermöglichen. Wasserkästen und Becher sind  besonders in den Ganztagsklassen zusätzlich in den Klassenräumen vorhanden, um den Kindern eine zusätzliche Möglichkeit der Flüssigkeitszufuhr zu beschaffen.

 

4.2. Sauberkeit

Um einen Körper gesund zu erhalten bedarf es auch einer sauberen Umgebung.  Aus diesem Grund achten wir an der KGS Kupfergasse darauf, dass kein Essen und damit auch kein Müll mit auf den Schulhof genommen wird. So kann dieser sauber gehalten und außerdem verhindert werden, dass Tiere angelockt werden. Des Weiteren ermöglicht dieses Vorgehen auch eine Mülltrennung in den Klassenräumen. Die Themen Müll und Mülltrennung sind auch regelmäßiger Bestandteil des Unterrichts.

Sauberkeit bedeutet für uns auch, dass für die Benutzung der Sanitäranlagen Regelungen gibt, die dabei helfen sollen diese in gutem Zustand zu erhalten. Die Schülerinnen und Schüler sollen möglichst nur in den Pausen die Toiletten aufsuchen. Zu diesen Zeiten übernehmen Schülerinnen und Schüler der 4. Schuljahre einen Aufsichtsdienst, um für einen Reibungslosen Ablauf zu sorgen und darauf zu achten, dass die Kinder die Sanitäranlagen ordentlich hinterlassen. Natürlich gehört auch der Hinweis auf sorgfältiges Händewaschen mit dazu.

 

4.3. Kindersanitäter

Im Schuljahr 2012/2013 wurde zum ersten Mal eine Kindersanitäter-AG eingeführt und dafür ein entsprechendes Konzept entwickelt.

Einmal wöchentlich findet dazu eine Arbeitsgemeinschaft (AG) statt, in welcher Kindersanitäter (aus den 3. Schuljahren) in Grundlagen der Ersten Hilfe ausgebildet werden. Zu den zu bearbeitenden Themen zählen:

  • Grundregeln für Ersthelfer
  • Notruf
  • Grundwissensvermittlung über die Körperfunktionen und -systeme (Atmung,

Herzschlag, Haut, Verdauungssystem, Gehirn und Nerven)

  • Materialien/ Inhalte einer Sanitätertasche
  • Nasenbluten
  • Schürfwunde
  • Platzwunde
  • Schnittwunde
  • Bluterguss
  • Insektenstich
  • Verbrennung
  • Splitter
  • Blase
  • Zahnverletzung
  • Knochenbruch

Zusätzlich werden Kommunikationstechniken trainiert und zur Vertiefung des Wissens schwerere Notfallsituationen wie Schock, starke Blutungen und Ersticken in theoretischen Zusammenhängen und praktischen Handlungsbildern erläutert. Dazu wird noch eine Kooperation mit einem der Krankenhäuser der Umgebung angestrebt.

Die ausgebildeten Schülerinnen und Schüler übernehmen nach grundlegender Ausbildung den Sanitätsdienst auf dem Schulhof. Das bedeutet, dass sie in den Pausen immer zu zweit auf dem Schulhof im Einsatz sind. Dabei sind sie mit farbigen Warnwesten gekennzeichnet und mit einer Sanitätertasche ausgestattet. Auf dem Schulhof sind sie Ansprechpartner für alle Kinder, die sich verletzt haben und Hilfe brauchen.

Ihre vorrangige Aufgabe besteht darin, zu trösten, die Verletzung einzuschätzen und entsprechend mit Verband, Pflaster, Kühlkissen, etc. zu versorgen und den Vorgang an die Pausenaufsicht bzw. die zuständige Aufsicht im Arztraum zu melden, die immer zur Unterstützung anwesend ist. So findet eine Schulung ihrer Handlungsfähigkeit und Sozialkompetenz statt.

Außerdem dient die Ausbildung der Kindersanitäter und die damit verbundene Vermittlung von Wissen über Verletzungen und ihre Unfallursachen der Entwicklung von Präventionsmöglichkeiten. Damit greift die Kindersanitäter-AG Inhalte und Kompetenzen auf, die in den Lehrplänen der Fächer Deutsch, Sport und Sachunterricht gefordert werden.

Grundschule ist heute mehr denn je in die Widersprüche einer wettbewerbsorientierten Gesellschaft eingebunden. Deshalb ist es wichtig festzuhalten, dass die Grundschule selber kein Wettkampfplatz ist. Es ist ein Trugschluss zu glauben, dass Bildung unter Wettkampfbedingungen ganz besonders gut gedeiht. Die Grundschule bereitet ihre Schülerinnen auf die Wettbewerbsgesellschaft am besten vor, indem sie so lange es geht das Selbstvertrauen der Kinder stärkt und ihnen in Ruhe immer wieder neu die Gelegenheit zur Könnenserfahrung eröffnet und Strategien des Lernens und der Erfahrungserweiterung aufzeigt.

Primäre Aufgabe der Grundschule ist es, bei allen Kindern die Bereitschaft und die Fähigkeit zu entwickeln, Leistungen zu erbringen um die Leistungsfähigkeit der Kinder zu entwickeln versuchen wir

  • über Könnenserfahrungen die Lernzuversicht zu stärken,
  • durch Aufgaben mit dosierter Schwierigkeit (differenziertes Angebot) die Kräfte des Kindes herauszufordern,
  • durch die Gestaltung von Leben und Lernen in der Klasse ermutigende Erziehung zu ermöglichen und
  • klare Ansprüche an Leistung mit individueller Förderung zu verbinden.

Schulleistung besteht für uns nicht primär in der Aneignung reproduzierbaren Wissens und testbarer Fertigkeiten. Wir sehen unsere Aufgabe darin, Einsichten, Erfahrungen, Fähigkeiten und Überzeugungen des einzelnen Kindes in einem gemeinsamen Erfahrungsaustausch über bedeutsame Inhalte und Gegenstände zu differenzieren und zu bereichern.

Gefragt ist ein „intelligentes Wissen“. Wir verstehen darunter ein System von flexibel nutzbaren Kenntnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten verschiedenster Art. Diese sind eingebettet in eine Wert- und Handlungsorientierung und befähigen durch ihren systematischen Aufbau und Vernetzung miteinander zu weiterem Lernen.

Leistungsbeurteilung erfolgt demgemäß als kontinuierliche Lernprozessbegleitung

Diese Art der Leistungsbeurteilung verlangt von der Lehrerin die mit den Lernbemühungen mitgehende Beobachtung, Hilfen bei der Bewältigung von Lernschwierigkeiten und die Würdigung der Lernfortschritte. Umwege und Fehler bei der Arbeit sind normale Bestandteile des Lern- und Entwicklungsprozesses und sollen den Kindern helfen, sowohl die schon entfaltete Kompetenz zu erkennen als auch die noch vorhandenen Fehlerquellen zu identifizieren.

Die Kinder werden von den Lehrerinnen und Lehrern in der Fehlerdiagnose unterstützt. Sie lernen, dass es nicht allein entscheidend ist, wie viele Fehler man bei der Bewältigung einer Aufgabe gemacht hat, sondern welche man macht und wie man Abhilfe schaffen kann.

Bei der Lernerfolgsrückmeldung stehen Ermutigung und Sachkritik im Vordergrund.

Im ersten Grundschuljahr erhalten die Kinder heute anstelle von Notenzeugnissen differenzierte Lernentwicklungsberichte. Lernangebote der Schule und die Lernbemühungen und Lernerfolge des Kindes in den einzelnen Fächern werden genau beschrieben und aufeinander bezogen. Im zweiten Schuljahr werden diese Berichte durch Noten ergänzt. Im vierten Schuljahr gibt es nur noch Notenzeugnisse.

Es findet eine wechselseitige Beratung zwischen dem Kind, seinen Eltern und seinen Lehrerinnen über gelungene und gescheiterte Lehr- und Lernbemühungen statt.

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Um unsere Schülerinnen und Schüler zu selbstständigem Lernen anzuleiten, lernen sie in Trainingspiralen Methoden kennen und erproben sie an einem Thema. Der fachbezogene Unterricht tritt hierbei etwas in den Hintergrund, da die Methodenkompetenz bei der Einführung einer Methode im Vordergrund steht. Als Arbeitsgrundlage benutzen wir die Planungshilfen und –materialien aus „Lernen lernen – konkret 1/2“ und „Lernen lernen – konkret 3/4“ vom Finken Verlag.

Die Trainingsspiralen und Lernarrangements sind immer nach der gleichen Schrittfolge aufgebaut:

  • Vorwissen aktivieren
  • Informationen beschaffen
  • Informationen verarbeiten
  • Informationen sichern und präsentieren

Unterstützend können Symbolkarten zu den Sozialformen und zur Reflexionsphase sowie Piktogramme zur Gestaltung von Tipp- und Lernplakaten genutzt werden. Inhaltliche und methodische Transparenz wird durch den Einsatz von Plakaten und Wegweiserkarten vermittelt.

Nachfolgend ist aufgeführt, welche Methoden die Kinder in der Schuleingangsphase bzw. bis zum Ende des 4.Schuljahres erwerben sollen.

Ziele am Ende von Klasse 2
Ziele am Ende von Klasse 4

Vorwissen aktivieren

  • mit Hilfe der Ideensonne als Vorstufe zur Mind map
  • im Klassengespräch
  • durch Erstellung einer KlassenMind map

Vorwissen aktivieren

  • Mind map erstellen
  • Tableset
  • Austausch von Informationen oder Meinungen im Kugellager
  • Sammeln von Ideen zum Thema / zu verschiedenen Schwerpunkten mittels der Graffiti – Methode

Informationen beschaffen

  • mittels angebotener Materialien (z.B. Lerntheke)
  • aus von den SuS mitgebrachtem Informationsmaterial
  • Nachschlagen üben

Informationen beschaffen

  • Recherche in Texten, Büchern, Internet
  • Recherche durch Befragung von Experten
  • Recherche durch den Besuch geeigneter Orte (Wochenmarkt,…)

Informationen verarbeiten

  • Signalwörter markieren
  • Textstellen unterstreichen
  • Stichwörter als Hilfe nutzen
  • erste Übungen, selbst Stichwörter aufzuschreiben

Informationen verarbeiten

  • Stichwörter aufschreiben
  • Strukturierte Stichwortzettel für einen Vortrag schreiben
  • in Expertengruppen arbeiten

Informationen sichern

  • Einfach strukturierte Lernplakate zu einem eng gefassten Thema erstellen (malen, kleben, schreiben)
  • Vorträge anbahnen: – Arbeitsergebnisse zeigen und erklären – Adressaten anschauen – laut und deutlich sprechen – Gedächtnisstützen (Bilder, Stichwortzettel) nutzen
  • Präsentieren – Ausstellungen aufbauen – kleine Bücher herstellen – Wandzeitung erstellen

Informationen sichern

  • nach der Methode Think –Pair – Square (Austausch von Informationen / Wiederholung von Gelerntem)
  • Lernplakate zur Visualisierung und als Grundlage für einen Vortrag erstellen
  • strukturierte Vorträge halten (Einleitung, Information, Abschluss)
  • Tandem- / Gruppenpräsentation (Absprachen treffen)

Teamarbeit

  • Regeln für Partner- und Gruppenarbeit entwickeln und einüben
  • Absprachen treffen, Aufgaben verteilen

Teamarbeit

  • nach der Methode Gruppenpuzzle ein Thema unter verschiedenen Aspekten arbeitsteilig erarbeiten und Ergebnisse weitervermitteln

Versuche durchführen

  • einfache Versuche nach Anleitung durchführen
  • Versuche nach Anleitung dokumentieren (malen, ankreuzen, schreiben)

Versuche durchführen

  • Versuche zunehmend selbstständig planen, durchführen und dokumentieren

Die schon als „Ziele am Ende von Klasse 2“ angegebenen Kompetenzen werden in der Spalte „Ziele am Ende von Klasse 4“ nicht mehr aufgeführt.

Selbstständiges Lernen beinhaltet selbsttätiges und selbstverantwortliches Lernen und muss gelernt werden. Ermöglicht wird dies durch die Auswahl von Verfahren, die die Kinder an selbstständige Arbeitsweisen heranführen und eine langsame Steigerung zulassen. Die Erarbeitung der Kompetenzen erfolgt in Trainingsspiralen.

Bereits in der 1.Klasse sollten die Kinder unserer Schule von Beginn an in ihrem Lernprozess miteinbezogen werden. Dies gelingt, indem man die Lernumgebung (Rahmenbedingungen) entsprechend vorbereitet und die Lernbedingungen und –methoden diesem Ziel anpasst:

1. Rahmenbedingungen

1.1. Organisatorisches

  • Ritualisierung des Tagesablaufes
  • Offener Anfang
  • Vereinbarung von Regeln
  • Visualisierung und Zieltransparenz

1.2 Soziales

  • Positive Lernatmosphäre
  • Helfersystem
  • Verschiedene Sozialformen (Einzel-, Partner-, Gruppenarbeit)
  • Klassenrat (siehe Erziehungskonzept)

1.3 Methodentraining: Thematisieren und Einüben von Lernstrategien (Lernen lernen -> siehe Methodenkonzept)

 

2. Methoden des selbstständigen Lernens

  • Lernangebote mit Möglichkeit der Selbstkontrolle
  • Lernangebote mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden
  • Offene Aufgabenstellungen
  • Recherchieren lassen (Internet, Bücherei)
  • Offene Unterrichtsformen (Stationenlernen, Werkstattunterricht, Lerntheke, Freiarbeit, Wochenplan)
  • Projektunterricht
  • Selbstreflektion der Schülerinnen und Schüler

 

Durch ein Lerntagebuch/Portfolio können die Kinder ihre persönlichen Lernziele, -prozesse und –erfolge dokumentieren und zum weiteren Lernen motiviert werden.

Selbstständiges Lernen fördert das Selbstvertrauen und die Eigeninitiative von Kindern, da sie persönliche Erfolge erleben und Erfolge motivieren weiter zu lernen (Selbstmotivation). Dies wird durch die Würdigung der Lernerfolge gefördert (Präsentationen und persönliche Rückmeldungen durch die Mitschüler und den Lehrer).

Die KGS Kupfergasse ist eine innovative Grundschule, der es daran gelegen ist kooperative Lernformen innerhalb verschiedener Unterrichtssituationen einfließen zu lassen. Nach Prof. Spitzer zeigt sich der meiste Lernzuwachs durch Arbeit in Diskussionsgruppen, durch Anwendung des Gelernten und hauptsächlich durch das Unterrichten anderer.

Kooperatives Lernen ist ein Konzept für den Unterricht nach Norm und Kathy Green, das auf die Steigerung der fachlichen Bildung und des Selbstwertgefühls sowie auf die Herausbildung sozialer Kompetenzen abzielt.

 

Prägnante Ziele sind unter anderem:

  • Die Förderung der Kommunikationsfähigkeit. Dies geschieht indem die Kinder beispielsweise lernen wie sie ihre Ergebnisse nachvollziehbar präsentieren können.
  • Die Bereitschaft zur Teamarbeit, indem die Kinder erfahren von- und miteinander zu lernen.
  • Erreichen eines hohen Aktivierungsniveaus mittels gezielter Methoden in strukturierten Lerngruppen.

 

Kommunikation, Kooperation und Sozialverhalten sind demnach Schlüsselbegriffe des kooperativen Lernens.

 

Methoden, die an unserer Schule eingesetzt werden, sind beispielsweise:

Table- Set:

Bei dieser Methode erhalten die Kinder ein Arbeitsblatt (AB), das in vier Felder geteilt ist. Jedes Kind schreibt zunächst Gedanken zum vorgegebenen Thema in sein Feld. Die gemeinsamen Ideen aller Kinder werden anschließend in der Mitte des Blattes zusammengefasst. Somit können Vorwissen und Erwartungen gesammelt werden.

 

Think- Pair- Share

Bei dieser Methode wird zu einem Thema erst alleine überlegt, dann der Lerninhalt in Partnerarbeit besprochen und das Ergebnis schließlich einem zweiten Paar präsentiert.Somit können Vorwissen und Erwartungen gesammelt werden.

 

Gruppenpuzzle

Diese Methode kann bei der Bearbeitung längerer Texte mit unabhängigen Teilabschnitten eingesetzt werden. Die unterschiedlichen Abschnitte des Textes werden von unterschiedlichen Gruppenmitgliedern bearbeitet. Anschließend tauschen sie sich in Kleingruppen über die Inhalte der einzelnen Teilabschnitte aus, sodass letztendlich jedes Kind über jeden Textabschnitt informiert ist. Somit sind die Kinder aufgefordert über gerade Gelerntes zu kommunizieren.

Das Konzept des kooperativen Lernens versteht sich als Angebot von Unterrichts- und Lernstrategien zum Erwerb von fachlichen, persönlichen, sozialen und methodischen Kompetenzen. Das Lernen von Kindern wird damit ganzheitlich definiert. Es vollzieht sich, wenn es erfolgreich sein soll, auf allen vier Ebenen gleichzeitig.

Der Lehrplan für die Grundschule zeigt auf, dass die angestrebten Lernprozesse in allen Unterrichtsfächern neben dem Aufbau von fachlichen Kenntnissen die Entwicklung von grundlegenden methodischen Schlüsselqualifikationen sowie demokratisch orientierten sozialen Kompetenzen in den Blick nehmen sollen.[1]

 

 

[1]Bochman, Reinhard & Kirchmann, Ruth (2008): Kooperatives Lernen in der Grundschule.NDS Verlag.

„Alte Medien“

Kinder sollen dazu befähigt werden, mit dem vielfältigen Angebot an Medien zurecht zu kommen. Dazu zählen neben den „neuen Medien“ auch weiterhin die altbewährten Druck- und Printmedien.

Die Schülerinnen und Schüler werden im Umgang mit Büchern und Zeitschriften in der Schulbücherei (siehe Schulbücherei), den Klassenbüchereien (siehe Leseförderung), im Rahmen von Vorlesetage (siehe …), den jährlich stattfindenden Besuchen der Märchenerzählerin geschult.

 

 „Neue Medien“

Kinder kommenjeden Tag mit sogenannten „neuen Medien“ in Berührung. Sie sehen fern, spielen Computer- oder Konsolenspiele und surfen im Internet. Der Computer ist für viele Schülerinnen und Schüler nicht mehr aus ihrem Alltag wegzudenken. Zu Hause beschäftigen sich die Kinder jedoch  fast ausschließlich mit Computerspielen.Die vielfältigen Möglichkeiten, Medien zu nutzen, können leicht durch falschen Gebrauch oder übermäßigen Konsum zu einem Problem werden. Der verantwortungsbewusste Umgang mit den Medien muss also erst erlernt werden. Medien sollen bei uns als Hilfsmittel des Lernens und Gegenstand des täglichen Unterrichts sein. In der Schule soll somit ein Gegengewicht zur Nutzung im häuslichen Bereich geschaffen werden.

Die Schülerinnen und Schüler unserer Schule sollen zur eigenständigen, kritischen Reflexion befähigt werden, sich also Medienkompetenz aneignen. Uns ist wichtig, dass die Kinder den Umgang mit sowohl den alten Medien, wie Bücher, Zeitschriften, Hörfunk und Fernsehen als auch mit den neuen, digitalen Medien lernen, um sie sinnvoll zum Lernen einzusetzen.

Unsere Industriegesellschaft hat sich zur Informationsgesellschaft gewandelt. Der schnelle und umfassende Zugriff auf Informationen spielt eine immer größere Rolle. Menschen in einer Informationsgesellschaft brauchen wichtige Kompetenzen. Sie müssen:

  • Informationen strukturieren können
  • Suchstrategien beherrschen
  • Informationen bewerten können
  • Informationen verfügbar machen können
  • mit den verfügbaren Werkzeugen umgehen können
  • die verbindlichen Regeln der Kommunikation beherrschen

 

Die selbständige Beschaffung von Informationen als Schlüsselqualifikation erfordert den kritischen und sinnvollen Umgang mit den Medien PC und Internet. Dabei sollen die Kinder angeleitet werden, unterschiedliche Informationsquellen für eine Aufgabe zu nutzen (z.B. neben Lexika auch verschiedene Suchmaschinen wie www.blinde-kuh.deoder www.fragfinn.de). Dabei sollen sie auch auf den Unterschied zwischen Druckmedien und audiovisuellen Medien aufmerksam gemacht werden und deren Aussagen hinterfragen und diese reflektiert nutzen.

 

Einsatz des PCs

Der PC als Teil des Unterrichts in der Grundschule hat also eine Doppelfunktion.

Zum einen dient er als Unterrichtsgegenstand (Wie funktioniert ein PC?), zum anderen ist er Werkzeug zur Informationsbeschaffung sowie zur Bildbearbeitung und Textverarbeitung.

 

Einsatz der Lehrkräfte im Bereich PC-Nutzung

An der KGS Kupfergasse gibt es gesonderten PC-Unterricht ab Klasse 3, der von qualifizierten Lehrkräften durchgeführt wird. Diese Lehrer besitzen alle die e-card.nrw, sind sicher in den gängigen Textverarbeitungs- und einfachen Bildbearbeitungsprogrammen und beherrschen das 10-Finger-Schreibsystem.

Die im PC-Unterricht erlernten Kompetenzen werden von den Kindern auch in der Klasse umgesetzt und im Unterrichtsalltag an den Klassen-PCs angewendet.

Mobilitäts- und Verkehrserziehung an der KGS Kupfergasse

Die Mobilitäts- und Verkehrserziehung umfasst Aspekte der Sicherheits- und der Sozialerziehung, der Umwelterziehung, der Gesundheitsförderung und der Förderung der Wahrnehmungsfähigkeit für eine verantwortungsvolle Teilnahme der Schülerinnen und Schüler am Straßenverkehr.

Ziel der Mobilitätserziehung ist es, „die Schülerinnen und Schüler zu einem reflektierten und umweltfreundlichen Umgang mit Mobilität zu befähigen.“1

Neben diesem wichtigen Ziel im Rahmen der Umweltorientierung und Nachhaltigkeit von Mobilität spielen die 1994 von der Kultusministerkonferenz festgelegten Bereiche Soziales Lernen, und Gesundheitserziehung und Sicherheitserziehung eine Rolle im Verkehrsunterricht.2

Über die traditionellen Elemente einer sicherheitsorientierten Verkehrserziehung hinaus gilt es, die Kinder für eine „Humanisierung des Verkehrs“ zu sensibilisieren. Im Rahmen der „Mobilitätsbildung“ geht es darum, eigene und Verhaltensmuster von anderen kritisch zu reflektieren, den Sinn und das Einhalten von (Verkehrs-)Regeln nachzuvollziehen und zu verstehen, gesundheitsfördernde Fortbewegungsmöglichkeiten zu kennen, problematische Verkehrssituationen im Schulumfeld zu erforschen und sich ggf. mit Hilfe von Lehrerinnen, Lehrern und Eltern für Verbesserungen einzusetzen. Es geht auch darum die Auswirkungen des Straßenverkehrs auf Klima, Umwelt und die sozialen Lebensbedingungen von Kindern und Erwachsenen kritisch zu betrachten. Um Schülerinnen und Schüler zu einer nachhaltigen und reflektierten Wahl der Verkehrsmittel zu befähigen, benötigen sie positive Erfahrungen mit dem Zu-Fuß-Gehen, dem Radfahren sowie mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

 

Umsetzung im Unterricht

Die Mobilitäts- und Verkehrserziehung der KGS Kupfergasse ist eine fächerübergreifende Bildungs- und Erziehungsaufgabe. Sie wird in vielen Bereichen des Unterrichts und im Rahmen einer Verkehrswoche als „Projekt“ umgesetzt. Der fächerübergreifende Unterricht ermöglicht den Schülerinnen und Schülern sich insbesondere unter Einbeziehung der Fächer Sachunterricht und Sport mit Fragen der Mobilität auseinanderzusetzen.

 

Im Sachunterricht umfasst die Mobilitäts- und Verkehrserziehung vor allem den Bereich „Raum, Umwelt und Mobilität“ und dort die Schwerpunkte „Schulweg und Verkehrssicherheit“ und „Verkehrräume und Verkehrsmittel“. Der Unterricht an der KGS Kupfergasse ist so angelegt, dass die Schülerinnen und Schüler die im Lehrplan angegebenen Kompetenzerwartungen am Ende der Schuleingangsphase bzw. am Ende der Klasse 4 möglichst erfüllen. Am Ende der Schuleingangsphase können die Schülerinnen und Schüler ihren Schulweg beschreiben und zeichnen. Sie dokumentieren Verkehrszeichen, vergleichen sie, erklären ihre Bedeutung und beachten sie. Sie wenden optische und akustische Zeichen und geltende Verkehrsregeln als Fußgänger im Straßenverkehr an. Mit dem Roller fahren sie einen Parcour auf dem Schulhof. Bis zum Ende der Klasse 4 wenden die Schülerinnen und Schüler die Verkehrsregeln sicher an und verhalten sich in Verkehrssituationen normgerecht. Sie beschreiben und diskutieren die Verhaltensweisen von Verkehrsteilnehmern in Bezug auf verkehrsgerechte sowie umweltfreundliche Aspekte. Die Möglichkeiten des ÖPNV kennen und nutzen sie und können ihre Aufgabe und Bedeutung benennen und reflektieren. Sie beherrschen das Fahrrad motorisch sicher, nehmen an der Radfahrausbildung teil und verhalten sich verkehrsgerecht.3

 

Im Fach Sport beinhaltet die Mobilitätserziehung

a) den Bereich „Den Körper wahrnehmen und Bewegungsfähigkeiten ausprägen“ und dort der Schwerpunkt „Die Sinne üben und die Bedeutung der Wahrnehmungsfähigkeit für den Bewegungsvollzug erfahren“. Dieser Bereich beinhaltet, dass die Schülerinnen und Schüler sich bis zum Ende der Schuleingangsphase im Raum bewegen und dabei optische, akustische und taktile Reize in Bewegungszusammenhängen als Wahrnehmungshilfen nutzen. Sie erfahren Raumdimensionen in der Bewegung und entdecken Raumwege. Am Ende der Klasse 4 können die Schülerinnen und Schüler sich sicher im Raum bewegen. Sie behalten die Bewegungssicherheit auch dann, wenn die akustische und/ oder die optische Wahrnehmungsfähigkeit eingeschränkt oder ausgeschaltet wird.

b) den Bereich „Gleiten, Fahren Rollen“ und dort die Schwerpunkte „elementare Erfahrungen von Gleichgewicht, Balance und Körperschwerpunkt vermitteln“ und „angemessen mit Geschwindigkeit und Risiko umgehen“. Bis zum Ende der Schuleingangsphase lernen die Schülerinnen und Schüler Fahreigenschaften verschiedener Fahrgeräte kennen und nutzen diese in einfach strukturierten Bewegungssituationen (z.B. in Bewegung und wieder zum Stillstand kommen, Fahrtrichtung ändern, Kurven fahren, Hindernissen ausweichen). Sie beachten die grundlegenden Sicherheitsaspekte und beschreiben diese (z.B. Sturzsituationen erkennen und vermeiden, Fallen üben). Bis zum Ende der Klasse 4 bewegen sich die Schülerinnen und Schüler koordiniert und benutzen Fahrgeräte in komplexen Bewegungssituationen sicher. Sicherheitsaspekte beachten sie.4

Der für unsere Schule zuständige Polizist, Herr Hauptkommissar Schalke, ist bei vielen Mobilitätsaktionen unterstützend und beratend beteiligt:

  • Schulwegtraining: Zu Beginn des Schuljahres macht Herr Schalke die Kinder der ersten Schuljahre auf die Gefahren im Straßenverkehr aufmerksam und übt mit ihnen das sichere Überqueren der Straße und das richtige Verhalten im Straßenverkehr.
  • Radfahrausbildung: Im vierten Schuljahr überprüft Herr Schalke die Fahrräder und Helme der Kinder auf Verkehrssicherheit. Er beobachtet und berät die Kinder bei der praktischen Fahrradprüfung. Die Schüler der Jahrgangsstufe 4 befahren einen Rundkurs von ca. 1 km im Bereich der Schule und müssen an markanten Punkten (Kreuzungen, Einmündungen, Zebrastreifen usw.) an vorgegebene Aktionen durchführen (Handzeichen geben, anhalten, Vorfahrt gewähren usw.). Eltern sind als Streckenposten eingeteilt und dokumentieren das Verkehrsverhalten der Schüler.
  • Elternabend für die Eltern der zukünftigen Erstklässler: Vor Beginn des Schuljahres stellt Herr Schalke den Eltern der neuen Erstklässler auf einem Elternabend die Bedeutsamkeit des sicheren Schulwegs und des richtigen und umsichtigen Verhaltens der neuen Erstklässler im Straßenverkehr dar.
  • Denk- und Dankzettelaktion: Zu Beginn des neuen Schuljahres erhalten Eltern, die ihre Kinder zur Schule bringen, Denk- und Dankzettel. Diese roten und grünen Zettel werden vor Schulbeginn bis kurz nach Schulbeginn (7.30 Uhr bis 8.15 Uhr) von Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 4 an die Eltern verteilt. Einen Denkzettel erhalten die Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen und dabei das Auto direkt vor dem Schulgebäude parken. Dankzettel erhalten Eltern, die ihre Kinder zu Fuß begleiten und darauf achten, dass ihre Kinder selbständig und sicher am Straßenverkehr teilnehmen. Herr Schalke begleitet die Denk- und Dankzettelaktion, führt Gespräche mit Eltern, berät die Kinder und bereitet die Aktion mit den durchführenden Kindern nach.
  • Mobile Verkehrsschule: An mehreren Tagen im Schuljahr wird von Seiten der mobilen Verkehrsschule Fahrräder, Roller und Material zum Markieren von Straßen sowie Verkehrsschilder zur Verfügung gestellt. Die Schüler aller Jahrgangsstufen üben verschiedene Verkehrssituationen praktisch ein und erlangen einen besseren Umgang mit Rollern und Fahrrädern.

Der Unterricht an der KGS Kupfergasse geht von der Rolle der Schülerinnen und Schüler als Verkehrsteilnehmer aus. Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 1 und 2 nehmen vor allem als Fußgänger und Mitfahrer im Auto und Bus oder Bahn am Straßenverkehr teil. Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 3 und 4 erweitern ihren Aktionsradius und benutzen das Fahrrad, Busse und Bahnen. Im Mittelpunkt aller Jahrgangsstufen stehen das Schulwegtraining und die Radfahrausbildung.

 

1 Philipp Spitta: Mobilitätserziehung, in: Baier, H.; Gärtner, H.; Marquardt-Mau, B.; Schreier, H. (Hrsg.): Umwelt, Mitwelt, Lebenswelt im Sachunterricht, Klinkhardt, Bad Heilbrunn 1999, S. 213

2 vgl. NRW Rahmenvorgaben zur Verkehrs- und Mobilitätserziehung 2003

3 vgl. Lehrplan Sachunterricht Grundschule, 2008

4 vgl. Lehrplan Sport Grundschule, 2008

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